Bad Windsheim - Nebelscheinwerfer und -schlussleuchten richtig einsetzen

Nebelscheinwerfer und -schlussleuchten richtig einsetzen

Von: amv
Letzte Aktualisierung:

Bad Windsheim. Gerade in der dunklen Jahreszeit können Nebelscheinwerfer und -schlussleuchten für bessere Sicht und Sichtbarkeit sorgen - vorausgesetzt, sie werden richtig eingesetzt.

Wann die zusätzlichen Frontscheinwerfer aktiviert werden dürfen, ist im Gegensatz zum Gebrauch der Nebelschlussleuchte in der Straßenverkehrsordnung (StVO) nicht präzise geregelt.

Laut Paragraf (§) 17 Absatz 3 dürfen sie immer dann eingeschaltet werden, wenn Nebel, Schneefall oder Regen die Sicht erheblich behindern. In der Praxis heißt das: bei einer Sichtweite von weniger als 150 Metern auf der Autobahn, bei einer Sichtweite unter 100 bis 120 Metern außerorts und unter 60 bis 70 Metern innerorts. „Zusätzlich zu den Nebelscheinwerfern muss das Abblendlicht eingeschaltet werden“, ergänzt Josef Harrer vom Autoclub ARCD in Bad Windsheim. Eine Pflicht, Nebelscheinwerfer einzuschalten, existiert nicht.

Anders sieht es aus, wenn man vergisst, die Nebelschlussleuchten und -scheinwerfer bei besserer Sicht wieder auszuschalten. Dann könnten andere Verkehrsteilnehmer nicht nur unnötig geblendet werden, sondern es kann auch ein Verwarnungsgeld von 20 Euro, bei einem Unfall von 35 Euro fällig werden.

Nebelschlussleuchten erfüllen im Straßenverkehr vor allem einen Zweck: den rückwärtigen Verkehr zu warnen und so Auffahrunfälle zu vermeiden. Damit dieses Ziel erreicht wird und nachfolgende Verkehrsteilnehmer nicht etwa geblendet werden, gelten für den Einsatz der roten Leuchten strenge Regeln.

In § 17 Absatz 3 der Straßenverkehrsordnung ist festgelegt: „Nebelschlussleuchten dürfen nur dann benutzt werden, wenn durch Nebel die Sichtweite weniger als 50 Meter beträgt.“ Um diese richtig abzuschätzen, hilft es, sich an den Leitpfosten zu orientieren. „Die Pfosten sind in Deutschland in der Regel im Abstand von 50 Metern aufgestellt“, erläutert Josef Harrer. Außerdem muss man sich dann an eine weitere Regel halten: nicht schneller als 50 Kilometer pro Stunde (km/h) fahren.

Eher kontraproduktiv ist der Einsatz von Fernlicht. Bei dichtem Nebel wird das weiß strahlende Fernlicht reflektiert und kann den Fahrer sowie den Gegenverkehr blenden. Als tückisch kann sich bei Nebenfahrten moderne Technik entpuppen.

Automatische Lichtschalter, die dem Autofahrer das Ein- und Ausschalten des Fahrlichts in der Dämmerung oder im Tunnel ersparen, sorgen bei Nebel nicht für Sicherheit. Sie reagieren lediglich auf Helligkeitsunterschiede, nicht aber auf Sichtbehinderungen wie Nebel, Rauch oder starken Regen bei gleichzeitiger relativer Helligkeit. Deshalb sollte man bei eingeschränkter Sicht selbst zum Lichtschalter zu greifen.

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