Nebel: Licht an und runter vom Gas

Von: amv
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Autos auf der Straße bei Dunkelheit
Etwas andere Bedingungen: Fahrer müssen im Nebel ein paar Dinge beachten. Foto: Tobias Hase

Erfurt. Fahren bei Nebel verlangt dem Fahrer eine erhöhte Konzentration ab. Die Gefahr von Auffahrunfällen oder Massenkarambolagen steigt aufgrund der eingeschränkten Sichtverhältnisse und kürzeren Reaktionszeiten. TÜV Thüringen rät vor diesem Hintergrund: unbedingt das Tempo den jeweiligen Sichtverhältnissen anpassen.

„Das Wichtigste bei aufkommendem Nebel ist es, das Abblendlicht einzuschalten und die Geschwindigkeit der Sicht anzupassen“, legt Torsten Hesse vom TÜV Thüringen Autofahrern ans Herz.

„Für Fahrer von modernen Fahrzeugen reicht es nicht, sich auf die Lichtautomatik zu verlassen. Wer mit Tagfahrlicht in der Lichtautomatikstellung unterwegs ist, fährt bei Nebel eventuell ohne zugeschaltete Schlusslichter“, gibt Torsten Hesse zu bedenken. Die Straßenverkehrsordnung (StVO) schreibt das Einschalten des Abblendlichts bei eingeschränkter Sicht sogar vor. „Zusätzlich macht es Sinn, bei derartigen Witterungsverhältnissen die Nebelscheinwerfer einzuschalten“, rät Hesse. „Nur wenn die Sichtweite durch Nebel weniger als 50 Meter beträgt, darf die Nebelschlussleuchte zugeschaltet werden“, mahnt er.

Die zulässige Höchstgeschwindigkeit bei Sichtweiten unter 50 Metern ist auf maximal 50 Kilometer pro Stunde begrenzt, wenn nicht sogar eine geringere Geschwindigkeit geboten ist. Nach Einschätzung des Verkehrsexperten vergessen einige Verkehrsteilnehmer allerdings, die Nebelschlussleuchte auszuschalten, wenn sich die Sicht wieder verbessert hat. „Der nachfolgende Verkehr kann dadurch geblendet werden, Bremsleuten könnten eventuell zu spät wahrgenommen werden“, schildert Hesse seine Erfahrung.


Eine große Gefahr geht von Fahrzeugen aus, die mit defekter oder falsch eingestellter Beleuchtungsanlage unterwegs sind. „Gerade bei Nebel stellen solche Verkehrsteilnehmer eine ernste Gefahr dar. Andere Verkehrsteilnehmern nehmen diese zu spät wahr, ein Unfall ist dann vorprogrammiert“, warnt Verkehrsexperte Torsten Hesse. Er rät daher allen Autofahrern, die Funktion der lichttechnischen Einrichtung vor Fahrtantritt zu kontrollieren.

 


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