Navi: Beim Fahren müssen beide Hände frei sein

Von: amv
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Handy / Auto / Ausland
Egal ob am Ohr oder zum Navigieren in der Hand: Handys sind beim Autofahren verboten. Foto: dpa

Nürnberg. Das Handyverbot am Steuer erstreckt sich auf alle Bedienfunktionen des Gerätes, auch auf das Navigationssystem. Das bestätigte das Oberlandesgericht Hamm und wies die Beschwerde eines Autofahrers zurück (Az. 1 RBs 232/14), den die Polizei mit dem Smartphone in der Hand erwischt hatte.

Der Mann war auf der Autobahn unterwegs gewesen und hatte den Beamten erklärt, er habe lediglich das Navigationssystem auf seinem Handy benötigt. Seine Motorkontrollleuchte sei gerade angegangen und er habe nur schnellstmöglich eine Werkstatt ausfindig machen wollen.

Den Polizisten reichte diese Begründung nicht und sie baten ihn mit 40 Euro Geldbuße zur Kasse, wie die Deutsche Anwaltshotline in Nürnberg berichtet. Der Fahrer wollte das jedoch nicht akzeptieren und beschwerte sich vor Gericht. Das Oberlandesgericht Hamm wies die Beschwerde ab. Es sei verboten, während des Fahrens ein Handy zu benutzen. Dies sei der Fall, sobald es in der Hand gehalten und bedient werde. Dabei sei es egal, ob der Fahrer damit telefoniere, eine Nachricht schreibe oder das Navigationssystem bediene.

„Das Handyverbot am Steuer soll gewährleisten, dass der Fahrzeugführer jederzeit beide Hände zum Fahren frei hat und nicht abgelenkt ist", erklärt Rechtsanwalt Robert Ackermann die gesetzliche Grundlage. Ein Smartphone als Navi zu benutzen, sei beim Fahren nur erlaubt, wenn es mit einer Halterung befestigt wird. nom

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