Motorroller-Tuning kann den Führerschein kosten

Von: nom
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Motorroller-Tuning ist unter Jugendlichen populär - ist aber verboten und kann zum Führerscheinentzug führen. Symbolbild: Patrick Pleul/dpa

Berlin. Die Betriebserlaubnis eines Motorrollers erlischt, sobald man an der Leistungsschraube dreht, um schneller als die erlaubten 45 Kilometer pro Stunde (km/h) fahren zu können. Wird man erwischt, droht ein Bußgeld.

Wie hoch die Strafe ausfällt, richtet sich nach dem Einzelfall. „Wenn mit dem Erlöschen der Betriebserlaubnis eine Gefährdung einhergeht, also man etwa Schuld oder Mitschuld an einem Unfall trägt, gibt es zudem Punkte in Flensburg“, warnt Rechtsanwalt Christian Janeczek, vom Deutschen Anwaltverein (DAV) in Berlin.

Doch kann mit dem Tuning noch eine weitere Strafe einhergehen: Denn wer mit einem Zweirad schneller als 45 km/h fahren möchte, braucht die Führerscheinklasse A, die zum Fahren eines Motorrads berechtigt. In diesem Fall ist der Straftatbestand des Fahrens ohne Fahrerlaubnis erfüllt. „Dann droht eine Geldstrafe von einem monatlichen Nettogehalts, und auch hier gibt es Punkte in Flensburg“, erklärt Rechtsanwalt Janeczek. Je nach Punktestand könne dies die Fahrerlaubnis kosten. Einige Maschinen älterer Baujahre dürfen dagegen legal die 45 km/h-Marke übertreffen. Für welche Maschinen solche Übergangsregelungen gelten, steht in Paragraf 76 der Fahrerlaubnis-Verordnung.

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