Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander: Sparangebot mit drei Motoren

Von: amv
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Vor langen Jahren gehörte Mitsubishi zu den führenden Importeuren in Deutschland. Foto: dpa

Rüsselsheim. Vor langen Jahren gehörte Mitsubishi zu den führenden Importeuren in Deutschland. Danach sank die Marke mehr oder weniger in die Bedeutungslosigkeit. Jetzt strebt der japanische Hersteller zu frischen Lorbeeren und wirbt flächendeckend damit, derzeit das weltweit einzige Plug-in-Hybrid-SUV anzubieten.

Optisch unterscheidet sich die neue Outlander-Variante bis auf die Schriftzüge und einer zweiten Tankklappe nicht von dem seit gut zwei Jahren angebotenen Geländewagen. Mit einem Radstand und einer Außenlänge von 2,67 beziehungsweise 4,66 Metern besitzt der Teilzeit-Stromer die gleichen Abmessungen wie seine konventionellen Kollegen.

Die Neuerungen stecken unter dem Blech. Auf innovative Art will der Plug-in Hybrid Outlander die Umweltfreundlichkeit von Elektroantrieb mit dem Aktionsradius und den Fahrleistungen konventioneller Verbrennungsmotoren sowie den On- und Offroad-Fähigkeiten eines Allrad-SUVs verbinden. Sein Hybridsystem beinhaltet einen 121 PS (89 kW) starken Zweiliter-Benzinmotor, zwei Elektromotoren mit jeweils 60 kW (82 PS) an Vorder- und Hinterachse, einen 70-kW-Generator sowie eine leistungsstarke Lithium-Ionen-Fahrbatterie, untergebracht zwischen den Achsen.

Für die jeweils optimale Balance aus Leistung und Effizienz sorgen drei Antriebskonfigurationen. Sie werden jeweils in Abhängigkeit von Fahrbedingungen und Batterieladezustand elektronisch gesteuert. So treiben im elektrischen Fahrmodus (EV Drive Mode) die beiden Elektromotoren Vorder- und Hinterachse an. Der Plug-in Hybrid ist dann mit einer Höchstgeschwindigkeit von maximal 120 Kilometern pro Stunde unterwegs. Die Reichweite im rein elektrischen Betrieb beträgt etwas über 50 Kilometer, sagt der Hersteller.

Im "Series Hybrid Mode" lädt der Benzinmotor in Generatorfunktion die Batterie auf und kommt in Fahrsituationen wie Überholvorgängen ebenfalls kurzzeitig zum Einsatz. Bei hohem Tempo oder Leistungsbedarf aktiviert die Antriebssteuerung den "Parallel Hybrid Mode", wobei der Benzinmotor dann die Hauptantriebskraft bereitstellt und die Vorderräder direkt antreibt.

Die beiden Elektromotoren schalten sich in diesem Fahrmodus bei Bedarf unterstützend hinzu. Mitsubishi mixt somit bei seiner selbst entwickelten Technik Elemente von E-Mobil, Range-Extender und klassischem Hybrid. Wie auch immer, von dem ganzen Hin und Her bekommt man als Fahrer oder Beifahrer nichts mit. Lediglich die Energiefluss-Anzeige im Bordmonitor gibt Aufschluss über den Betriebszustand. Der von Mitsubishi genannte Normverbrauch (1,9 Liter) ist natürlich ein Fabelwert.

Doch die bei ersten Fahreindrücken ausgewiesenen 5,7 Liter dürfen als ein guter Wert betrachtet werden. Die Zwölf-kWh-Fahrbatterie ist beim Aufladen an einer Haushaltssteckdose nach rund fünf Stunden vollständig regeneriert. An einem Schnellladegerät nimmt dieser Vorgang etwa 30 Minuten in Anspruch (80 Prozent Ladung/Herstellerangabe).

Unterwegs kann der Fahrer über die Funktion "Charge" den Benzinmotor als Generatorantrieb zum Laden der Fahrbatterie einsetzen, um beispielsweise für eine längere Passage im elektrischen Antriebsmodus eine ausreichende Batteriekapazität bereitzustellen. Beim Bremsen und im Schubbetrieb arbeiten die Elektromotoren ebenfalls als Generatoren und tragen zur Stromerzeugung bei.

Die Preisliste beginnt bei 39.990 Euro. Damit kostet der günstigste Plug-in-Hybrid 6.500 Euro mehr als der billigste Allrad-Diesel und liegt 9.000 Euro über dem 4x4-Benziner. Andererseits entlasten der niedrigere Steuersatz und die günstigeren Stromkosten das Haushaltsbudget.

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