Mitsubishi Outlander: Mehr Komfort und weniger Offroad-Optik

Von: amv
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Mitsubishi Outlander: Ein klassischer Familien-SUV - sieben Sitze und eine gute Ausstattung. Foto: Hersteller
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Mitsubishi Outlander: Ein klassischer Familien-SUV - sieben Sitze und eine gute Ausstattung. Foto: Hersteller

Rüsselsheim. Vor langen Jahren gehörte Mitsubishi zu den führenden Importeuren in Deutschland. Danach sank die Marke mehr oder weniger in die Bedeutungslosigkeit. Inzwischen vermeldet der japanische Hersteller wieder Verkaufserfolge, etwa mit dem Space Star, in der Klasse der kompakten SUVs mit dem Modell ASX und - eine Klasse höher - mit dem Outlander.

Der kürzlich überarbeitete Allradler versteht sich als klassischer Familien-SUV, bietet sieben Sitze, eine gute Ausstattung und - bis auf einen Punkt - ein solides Preis-Leistungsverhältnis. Die äußere Erscheinung des 4,70 Meter-SUV wurde geglättet und auf rustikale Offroad-Optik verzichtet. An den Flanken zeichnen ausgeprägte Kotflügelverbreitungen samt 18 Zoll-Felgen markante Linien.

Am Heck setzen LED-Rückleuchten neben der elektrisch-bedienbaren Heckklappe Akzente. „Von außen sieht er gar nicht so groß aus“, die Verblüffung ist unüberhörbar, wenn jemand das erste Mal in einem Outlander Platz nimmt. Tatsächlich profitieren im Innenraum nicht nur Fahrer und Beifahrer von dem großzügigen Raumangebot. Selbst in der zweiten Reihe können drei Personen entspannt auf die Reise gehen und die deutlich gewachsene Fahrkultur genießen.  

Ganz wenig Beinfreiheit bieten dagegen die beiden optionalen Sitze im Heck. Sie sind deshalb zumindest für Erwachsene nur auf kurzen Strecken geeignet. Mit wenigen Handgriffen lässt sich das zusätzliche Gestühl aus der Ladefläche herausklappen. Anders als zunächst erwartet, gelingt der Zugang dorthin dank der um 25 Zentimeter nach vorne verschiebbaren Rücksitzbank weitgehend verrenkungsfrei.

Meist werden diese Plätze wohl ungenutzt bleiben, was dem Kofferraumvolumen zu Gute kommt. Sind nämlich sieben Personen an Bord, fasst das Ladeabteil gerade mal 141 Liter, im Normalzustand 550 Liter. Werden die Lehnen der Rücksitze umgelegt, dann wächst die Ladekapazität auf stolze 1.613 Liter. Eine angenehm niedrige und ebene Ladekante erleichtert das Verstauen von Kisten und Koffern. Hüten sollte man sich indes vor der Kofferraumklappe, sie schwingt nur auf etwa 1,70 Meter auf.

Im Innenraum sorgen zahlreiche Ablagen und Fächer für Ordnung, was im Zusammenspiel mit der Kopf-, Knie- und Ellbogenfreiheit sowie wertig wirkenden Materialien zu einer angenehmen Raumatmosphäre führt. Passgenau der Fahrersitz. Er ist elektrisch in mancherlei Richtungen verstellbar. So lässt sich die individuelle Position mühelos fixieren. Etwas Gewöhnungszeit braucht der Fahrer hingegen, sich an seinem Arbeitsplatz zurecht zu finden. Prinzipiell sind zwar alle Bedienelemente logisch aufgebaut und gut erreichbar. Aber die Bedienung des Radio- und Navigationssystem ist dann doch etwas umständlich und träge, obwohl wahlweise über Tasten, Touchscreen oder Lenkradsteuerung möglich. Zudem verstecken sich Funktionen wie die Kopplung des Mobiltelefons an die Freisprechanlage irgendwo im Menü.

Der 150 PS-starke Selbstzünder zeigt sich angenehm durchzugsstark, ausreichend spritzig und kommt mühelos mit den gut 1,6 Tonnen Leergewicht des Outlanders zurecht. Das maximale Drehmoment von 380 Newtonmetern liegt bei 1.750 bis 2.500 Umdrehungen an. Tempo 100 ist nach 10,2 Sekunden erreicht und die Höchstgeschwindigkeit gibt Mitsubishi mit 200 Kilometern pro Stunde (km/h) an. Laut Normzyklus sollen im Durchschnitt 5,4 Liter verbraucht werden. Im Alltag pendelt sich dieser Wert eher bei knapp unter acht Litern ein. Und das, obwohl meist der als etwas sparsamer geltende 4WD-Eco-Modus des automatisch adaptiven Allradantriebes aktiviert war.

Mit dieser Systemeinstellung wandelt sich der Outlander zu einem Fronttriebler, was im Alltagsbetrieb allein schon aus Verbrauchsgründen durchaus Sinn macht. Als Alternative kann per Schalter der automatische Einsatz des Allradantriebs (4WD-Auto) gewählt werden. Dann wird die Kraft auf alle vier Räder gelenkt, wenn Schlupf droht. Auch ein permanenter 4x4-Antrieb für mehr Fahrstabilität beispielsweise im Gelände kann auf Knopfdruck aktiviert werden. Für sportliche Kurvenfahrten ist der Mitsubishi nicht die beste Wahl. Das weiche Fahrwerk und die indirekte Lenkung machen einen Strich durch solche Absichten.

Die Preise für den Outlander beginnen bei 31.490 Euro. Bei der TOP-Ausstattung addieren sich 39.690 Euro zusammen und die Optionsliste schrumpft auf „Metalliclackierung“ (620 Euro) und „Automatik“ (1800 Euro). Zudem ins Portemonnaie greifen muss auch, wer eine adaptive Tempoautomatik, ein Auffahrwarnsystem sowie einen Spurhalteassistenten wünscht. Macht zusammen 1400 Euro extra.

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