Mitsubishi Outlander 2.2 Di-D: Geräumiger Begleiter im automobilen Alltag

Von: amv
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Wer agiles Fahrverhalten und Kurvenhatz nicht zu den Primärtugenden des automobilen Alltags zählt, erhält zu einem Preis von 39.690 Euro (Outlander 2.2 Di-D 4WD Top) einen geräumigen und komfortablen Begleiter. Foto: Hersteller

Rüsselsheim. Dem Mitsubishi Outlander ist jede Effekthascherei fremd. Der Hersteller selbst bezeichnet den Allradler als „klassischen Familien-SUV“. Geboten werden sieben Sitze, eine gute Ausstattung sowie ein solides Preis-Leistungsverhältnis.

Von LED-Scheinwerfern und Navigationssystem über heizbare Ledersitze bis hin zu Glasschiebedach oder elektrischer Heckklappe gibt es viele Nettigkeiten, die das Leben angenehmer und sicherer, bei der Konkurrenz aber oft um gut 10.000 Euro teurer machen.

Wer agiles Fahrverhalten und Kurvenhatz nicht zu den Primärtugenden des automobilen Alltags zählt, ist mithin gut bedient und erhält zu einem Preis von 39.690 Euro (Outlander 2.2 Di-D 4WD Top) einen geräumigen und komfortablen Begleiter.

„Von außen sieht er gar nicht so groß aus“, den verblüfften Kommentar gibt es immer wieder, wenn jemand das erste Mal in einem Outlander Platz nimmt. Tatsächlich profitieren im Innenraum nicht nur Fahrer und Beifahrer von einem großzügigen Raumangebot. Selbst in der zweiten Reihe können drei Personen entspannt auf die Reise gehen. Ganz wenig Beinfreiheit bieten dagegen die beiden klappbaren Sitze im Heck. Sie sind deshalb zumindest für Erwachsene nur auf kurzen Strecken geeignet.

Längere Reisen verbieten sich überdies, weil die aktivierten Sitze den Kofferraum stark schrumpfen lassen. Er misst dann in der Tiefe nur noch etwa 36 Zentimeter. Bleiben die Sitze im Boden verstaut, gibt es etwa einen Meter Abstand zwischen Hecktür und Rückwand der zweiten Sitzreihe. Im Normalzustand fasst das Ladeabteil 550 Liter. Eine angenehm niedrige und ebene Ladekante erleichtet das Verstauen von Kisten und Koffern. Hüten sollte man sich indes vor der Kofferraumklappe, sie schwingt nur auf etwa 1,70 Meter auf.

Im Innenraum sorgen zahlreiche Ablagen und Fächer für Ordnung, was im Zusammenspiel mit der fast üppigen Kopf-, Knie- und Ellbogenfreiheit sowie wertig wirkenden Materialien zu einer angenehmen Raumatmosphäre führt. Passgenau der Fahrersitz. Er ist elektrisch in mancherlei Richtungen verstellbar. So lässt sich die individuelle Position mühelos fixieren.

Etwas Gewöhnungszeit braucht der Fahrer hingegen, sich an seinem Arbeitsplatz zu Recht zu finden. Prinzipiell sind zwar alle Bedienelemente logisch aufgebaut und gut erreichbar. Aber die Bedienung des Radio- und Navigationssystem ist dann doch etwas umständlich und träge, obwohl wahlweise über Tasten, Touchscreen oder Lenkradsteuerung möglich. Zudem verstecken sich Funktionen wie die Kopplung des Mobiltelefons an die Freisprechanlage irgendwo im Menü. Als etwas nervtötend erweisen sich die unzähligen Warntöne, die bei allen möglichen Situation oder Aktionen aktiviert werden. Positiv fällt das niedrigere Geräuschniveau auf, ein Ergebnis zusätzlicher Dämmstoffe, dickerer Scheiben und neuer Türdichtungen.

Der 150 PS-starke Selbstzünder zeigt sich angenehm durchzugsstark, ausreichend spritzig und kommt mühelos mit den gut 1,6 Tonnen Leergewicht des Outlanders zurecht. Das maximale Drehmoment von 380 Newtonmetern (Nm) liegt bei 1750 bis 2500 Umdrehungen an. Tempo 100 ist nach 10,2 Sekunden erreicht und die Höchstgeschwindigkeit gibt Mitsubishi mit 200 Kilometern pro Stunde (km/h) an. Laut Normzyklus sollen im Durchschnitt 5,4 Liter verbraucht werden. Im Alltag pendelt sich dieser Wert eher bei knapp unter acht Litern ein. Und das, obwohl meist der als etwas sparsamer geltende 4WD-Eco-Modus des automatisch adaptiven Allradantriebes aktiviert war.

Mit dieser Systemeinstellung wandelt sich der Outlander zu einem Fronttriebler, was im Alltagsbetrieb allein schon aus Verbrauchsgründen durchaus Sinn macht. Andererseits bietet der adaptive 4WD-Modus bei Schnee und Nässe ein spürbares Plus an Traktion, wenn die Hinterachse bei drohendem Schlupf oder per Tastendruck zugeschaltet wird. Für sportliche Kurvenfahrten ist der Mitsubishi nicht die beste Wahl. Allein schon das weiche Fahrwerk und die indirekte Lenkung konterkarieren fahrdynamische Anwandlungen.

Die Preise für den Outlander beginnen bei 31.490 Euro. In der TOP-Ausstattung addieren sich 39.690 Euro zusammen und die Optionsliste schrumpft auf drei Posten: „Metalliclackierung“ (620 Euro) und „Automatik“ (1800 Euro). Zudem ins Portemonnaie greifen muss, wer eine adaptive Tempoautomatik samt Auffahrwarnsystem sowie Spurhalteassistenten wünscht. Macht zusammen 1400 Euro extra. Aufpreisfrei ist die Fünf-Jahres-Garantie.

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