Bonn - Mit Winterreifen sicher in den Winterurlaub

Mit Winterreifen sicher in den Winterurlaub

Von: amv/nom
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Winterreifen
Vor dem Reiseantritt in den Skiurlaub sollte man seine Winterreifen gründlich kontrollieren. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Bonn. Rund 11,7 Millionen aktive Wintersportler gibt es nach Angaben des Deutschen Skiverbandes in Deutschland. Für sie hat die Saison begonnen und viele begeben sich in den kommenden Wochen mit ihrem Auto auf den Weg in die beliebten Wintersportorte etwa in Österreich oder in der Schweiz. Zuvor jedoch sollten sich die Schneefans erkundigen, welche Regelungen unterwegs sowie an ihrem Zielort bezüglich der Bereifung gelten, erinnert Sandra Demuth vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) in Bonn.

Während in Deutschland nur eine situative Winterreifenpflicht gilt, also eine angepasste Bereifung für winterliche Fahrbahnzustände mit einer gesetzlich festgelegten Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern, sind in manchen Ländern Europas Winterreifen in einem bestimmten Zeitraum und mit einer bestimmten Mindestprofiltiefe Pflicht. In Österreich gilt zum Beispiel eine Mindestprofiltiefe von vier Millimetern. Oftmals werden regional auch Schneeketten via Beschilderung vorgeschrieben. Wer auf die jeweils geltende Winterreifenpflicht nicht vorbereitet ist, riskiert nicht nur ein saftiges Bußgeld, sondern unter Umständen auch einen Unfall. Eine Liste über Winterreifenregelungen europäischer Länder findet sich hier.

„Autofahrer aus Regionen mit milderen Wintern greifen gerne auf Ganzjahresreifen zurück“, schildert Sandra Demuth ihre Beobachtungen. Allerdings: Auch wenn sich die Qualität der „Allrounder“ insgesamt merklich verbessert hat, ist es nicht möglich, einen Ganzjahresreifen sowohl mit sehr guten Winterreifeneigenschaften und gleichzeitig sehr guten Sommerreifeneigenschaften zu erhalten. Wer also in den Wintermonaten eine Reise in die Alpen plant, sollte kein Risiko eingehen und auf qualitativ hochwertige Winterreifen setzen.

Sie besitzen eine feine Lamellenstruktur und verzahnen sich bei Nässe, Schneematsch und Eis optimal mit der Fahrbahn. Die weiche Gummimischung verhärtet auch bei niedrigen Temperaturen nicht und bleibt weich sowie flexibel. Winterreifen bieten daher Sicherheit für Familie und Fahrzeug: Die Bremswege sind bei winterlichen Straßenverhältnissen kürzer als mit Sommerreifen und Fahrstabilität ist gegeben. Ein weiterer Vorteil: Beim saisonalen Wechsel von Sommer- auf Winterreifen kontrolliert die Fachwerkstatt die Reifen zudem auf den Reifendruck, die Profiltiefe und auf Beschädigungen.

Vor längeren Autofahrten - etwa dem Skiurlaub - steht der gewissenhafte Reifencheck an. Aber auch Autofahrern, die im Herbst bereits auf Winterreifen umgerüstet haben, empfiehlt die Initiative Reifenqualität vor Fahrtantritt von längeren Reisen einen gründlichen Reifencheck. Es kommen große Belastungen auf die Reifen zu und es sollte sichergestellt werden, dass sie sich in bestmöglichem Zustand befinden. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit: „Ein Skifahrer würde sich auch nicht auf ein Paar verschlissene, ungewachste Skier stellen, um dann ins Tal zu fahren“, gibt die DVR-Fachfrau zu bedenken.



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