Mit Nachwuchs auf großer Fahrt in den Caravan-Urlaub

Von: mid
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Damit den Sprösslingen nichts passiert: Beim Camping-Urlaub mit Kindern müssen Eltern zur Sicherheit einige Regeln beachten. Foto: mid

Düsseldorf. Urlaub mit dem Wohnmobil oder Caravan ist für Familien eine interessante Alternative. Damit die kleinsten Fahrgäste auch sicher im Freizeit-Mobil untergebracht sind, müssen die Eltern einige wichtige Tipps beherzigen.

Für kleine Kinder muss ein an Größe und Gewicht angepasster Kindersitz an Bord sein und für Säuglinge eine Babyschale. Wichtig: Generell sollten Kinder laut der Fachhandelskette Intercaravaning nur auf Plätzen sitzen, bei denen der Kindersitz durch einen Dreipunktgurt gesichert werden kann. Isofix-Befestigungen können je nach Kindersitz-Modell den Dreipunktgurt ersetzen oder zusätzliche Sicherheit schaffen. Wohnmobile sind aber meist nicht standardmäßig mit Isofix-Vorrichtungen zum Befestigen ausgestattet. Bei der Montage eines Sitzes auf dem Beifahrersitz müssen Eltern unbedingt darauf achten, dass der Beifahrer-Airbag deaktiviert ist.

Abdeckung für das Gurtschloss

Zweipunktgurte werden in der Regel nur in Kombination mit einer Sitzerhöhung verwendet. Dabei ist zu beachten, dass das Kind ein bestimmtes Alter und Gewicht erreicht haben muss, um eine Sitzerhöhung nutzen zu dürfen. Um zu verhindern, dass sich das Kind während der Fahrt selbst abschnallt, raten Experten außerdem, eine spezielle Kunststoff-Abdeckung über das Gurtschloss zu schieben. Und sind in einem älteren Wohnmobil keine oder zu wenige Anschnallgurte vorhanden, können diese für unter 100 Euro nachgerüstet werden.

Auch im Wohnbereich des Freizeitmobils lauern Gefahren für Kinder. So empfiehlt es sich, alle Ecken und Kanten des Mobiliars mit Aufsätzen aus Schaumstoff oder Silikon zu sichern. So besteht für den herumtobenden Nachwuchs eine wesentlich geringere Verletzungsgefahr.

In ausreichender Höhe

In den meisten Caravans und Wohnmobilen helfen sogenannte „Pushlock-Schlösser“ mit einem Druckknopf sowie Schieberegler, Schränke und Fenster gegen das Öffnen zu sichern. In älteren Modellen können mit Hilfe von Magnet- oder Gurtbandschlössern Schränke zusätzlich gesichert werden, um zu verhindern, dass Gegenstände herunterfallen und das Kind verletzen. Weitere Gefahrenquellen sind Steckdosen, Entlüftungsschlitze, bunte Reiniger oder Medikamente. Diese müssen durch Kindersicherungen geschützt beziehungsweise in ausreichender Höhe vor Kinderhänden sicher aufbewahrt werden. Ebenso sollten Eltern den Schlafplatz sichern, um Kinder vor dem Herausfallen zu schützen. Dafür gibt es spezielle Bett- oder Alkoven-Sicherungen in Form von justierbaren Klemmstangen oder als starres Sicherheitsnetz. Diese sind laut als Zubehör bereits ab knapp 60 Euro erhältlich. Bei Kleinkindern sollten zusätzlich dünne Decken dazu verwendet werden, um Öffnungen und Schlitze auszufüllen, die durch das Umklappen von Betten entstehen können.

Gasflaschen unter Verschluss

Eine Sicherung ist auch für die Gasflaschen wichtig, die zum Kochen oder zum Grillen vor dem Fahrzeug dienen. Hierfür empfehlen sich Verriegelungen, die den Zugriff auf das Hauptzylinder-Ventil verhindern. Die sogenannten „Lockouts“ lassen sich laut Intercaravaning innerhalb weniger Sekunden montieren und sind für Gewindestücke verschiedenster Größen und Durchmesser geeignet. Die Gasflasche für den Innenraum ist meist bereits in einem angebrachten Kasten verborgen. Allerdings muss dieser auch verschlossen sein, denn Kinder sind bekanntlich sehr neugierig.

Und noch ein wichtiger Hinweis: Während der Fahrt darf sich niemand in einem Wohnanhänger aufhalten. Das ist nicht nur sehr gefährlich, sondern auch gesetzlich strikt verboten.

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