Mit Gepäck in den Urlaub: Professionell packen

Von: amv
Letzte Aktualisierung:
Gepäck sichern
Viele Kombis und Vans verfügen über Ösen im Laderaum. In sie lassen sich Sicherungsgurte einhängen, die am besten kreuzweise über die Ladung gezogen werden. Foto: dpa

München. Zum Schluss wird der Platz immer knapp. Das Urlaubsgepäck einer Familie droht vielfach den Laderaum von Kombis oder Vans zu sprengen. Die letzten Gegenstände werden dann obenauf gestapelt. Das kann schon bei einfachen Bremsmanövern gefährlich werden. Deshalb sollten Koffer, Taschen und andere Urlaubsausrüstung im Auto sorgfältig gesichert und verstaut werden.

„Crashtest-Experten haben ausgerechnet, dass ein Aufprall bei 50 Stundenkilometern (km/h) beispielsweise eine Getränkekiste mit dem Normalgewicht von 14 Kilogramm so stark beschleunigt, dass sie beinahe eineinhalb Tonnen wiegt“, gibt Eberhard Lang von TÜV Süd in München zu bedenken. Trifft sie dann einen Insassen, kann das tödlich enden. Urlaubsgepäck wiegt nicht selten über 100 Kilogramm und muss daher ordentlich gesichert sein, bekräftigt Lang.

Viele Kombis und Vans verfügen über Ösen im Laderaum. In sie lassen sich Sicherungsgurte einhängen, die am besten kreuzweise über die Ladung gezogen werden. Besonders sorgfältige Packer legen vorher noch eine Decke oder ein Netz über das Gepäck. Zum Verzurren selbst aber nur geeignete Spanngurte verwenden und nicht etwa Schnüre oder Gummi-Spanner. Nicht nur große und schwere Gegenstände können schon bei heftigem Bremsen Unheil anrichten. „Gerade auch kleine Teile werden dann zu gefährlichen Wurfgeschossen“, warnt der Experte. Solche Dinge sind am besten in einer Tasche oder einem Karton aufgehoben.

Ein Trenngitter zwischen Laderaum und Rücksitz ist beileibe nicht nur für den Transport von Haustieren nützlich. Allerdings muss es stabil befestigt sein. Ähnliches gilt für die praktischen, in der Rücklehne integrierten Netze, deren Sicherheitspotenzial den Gittern in der Regel nicht nachsteht. Lang rät zu Lösungen, die der Autohersteller ab Werk oder als Originalzubehör anbietet. Sie sitzen in der Regel in bereits vorgesehenen Befestigungspunkten. Sogenannte Hundegitter, die sich nur beispielsweise mit Schaumstoffpolstern am Boden und Dachhimmel abstützen, sichern nur ungenügend vor herumfliegender Ladung.

Wenn ein Kombi nicht über ein Sicherungsnetz oder Gitter verfügt, sollte die Ladung nie über die Oberkante der Rücklehne hinausragen. „Sonst kann sie ungehindert auf Insassen geschleudert werden, und auf die Kinder auf dem Rücksitz als erste“, warnt der Experte. Einzelne schwere Gegenstände stehen auch besser nicht an der Trennstelle getrennt umlegbarer Rücksitze. Das gilt übrigens auch für Limousinen, bei denen die Rücksitzlehnen zum einfachen Durchladen nach vorn klappbar sind.

Ist der Gepäckraum nicht ganz ausgefüllt, sollten einzelne Gepäckstücke oder Einkaufskörbe stets bis zur Lehne des Rücksitzes oder der Trennwand nach vorn geschoben werden. „Das verhindert, dass die Ladung beim scharfen Bremsen oder einem Unfall auch noch Schwung holen kann“, schildert Lang seine Erfahrungen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert