Mit dem neuen Passat macht VW auf Premium

Von: amv
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Passat
Die Vorstellung des neuen VW Passat lockte viele Besucher an. Foto: dpa

Potsdam. Der Passat in all seinen Versionen gehört zu den erfolgreichsten Mittelklasseautos der Welt und ist mit 1,1 Millionen Einheiten jährlich (2013) die weltweit volumenstärkste Baureihe des Volkswagen Konzerns. Jetzt hat VW die Tücher von der seit 1973 achten Modell-Generation gezogen.

Damit beginnt für VW-Chef Martin Winterkorn in diesem Marktsegment eine „neue Ära in Sachen Design und Proportionen, bei den Motoren und Antrieben, beim Infotainment und den Assistenzsystemen, bei Sicherheit, Komfort und Fahrspaß“. Nüchterner betrachtet, ist der Passat (Werkscode: B8) rund 500 Euro teurer als bisher (Limousine ab 25.875 Euro/Variant ab 26.950 Euro) und vollgepackt mit modernster Elektronik und Sicherheitssystemen, teils gegen Aufpreis.

Dazu gehören ein komplett digitales Kombiinstrument (Active Info Display), ein ausfahrbares Head-up Display sowie Systeme wie ein App-basiertes Entertainment-System für Tablet Computer. Eine Notbremsfunktion mit Fußgänger-Erkennung, ein Fahrzeugstopp im Notfall (Emergency Assist), assistiertes Rangieren mit Anhänger (Trailer Assist) und der Stauassistent sind laut Volkswagen drei Weltneuheiten.

Der neue Passat wird mit zehn direkteinspritzenden Otto- und Diesel-Turbomotoren und einem Leistungsspektrum von 120 PS bis 280 PS angeboten und soll ab November auf Deutschlands Straßen rollen. Die Aggregate erfüllen laut Werk durchgängig die Euro-6-Abgasnormen. Zudem konnten der Verbrauch und analog die CO2-Emissionen um bis zu 20 Prozent gesenkt werden. Alle Versionen sind mit einem Start-Stopp-System plus Rekuperationsmodus ausgestattet. Erstmals wird es für den Passat einen Plug-In-Hybridantrieb geben (115-kW-TSI-Ottomotor plus 80-kW-E-Maschine und extern aufladbarer Batterie). Mit einer Systemleistung von 211 PS wird er der bislang stärkste Plug-In-Hybrid von Volkswagen, der als echtes Zero-Emission-Vehicle bis zu 50 Kilometer rein elektrisch gefahren werden kann.

Ohne Frage will Volkswagen sich mit dem neuen Passat nicht länger nur zwischen den eher „bürgerlichen“ Volumenmodellen - etwa dem Ford Mondeo oder dem Opel Insignia - bewegen, sondern auch bei Käufern der sogenannten Premiumkonkurrenz, also etwa Mercedes und BMW, punkten. Diese Positionierung könnte allerdings Gefahr für den Konzernbruder Audi A4 bergen, geben Branchenkenner zu bedenken. 

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