Mit dem Hund auf Reisen: Transportbox ist die beste Wahl

Von: amv
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Mit Hund im Auto auf Reisen
Der sicherste Platz für einen Hund im Auto ist in einer Transportbox. Symbolbild: dpa/Stephan Jansen

Köln. Vielfach geht es so - Heckklappe oder Tür auf. Ein Sprung und der Hund ist reisefertig. Über die Sicherheit ihres Vierbeiners während der Autoreise machen sich manche Tierfreunde offenbar wenig Gedanken. Präzise Bestimmungen, was zu tun ist, sind auch in der Straßenverkehrsordnung nicht zu finden.

Der entsprechende Paragraf 23 verpflichtet den Fahrer lediglich sicherzustellen, dass die Verkehrssicherheit durch die Beladung nicht beeinträchtigt wird. Dazu zählt der Gesetzgeber auch Hunde. Doch wo ist der sicherste Platz im Auto? „Ganz klar in einer ausreichend großen Transportbox“, befindet Hans-Ulrich Sander von TÜV Rheinland in Köln: „Viele Tiere fühlen sich in der Höhlenatmosphäre sogar pudelwohl.“

Thront ein Hund ungesichert auf der Hutablage, wird er bei einer Vollbremsung oder einem Unfall zu einem gefährlichen Geschoss. „Ein etwa 20 Kilogramm schwerer Hund entwickelt bei Tempo 50 eine Aufprallwucht von über einer halben Tonne“, weiß der TÜV Rheinland-Fachmann: „Der Hund überlebt den Crash wahrscheinlich nicht, den menschlichen Autoinsassen drohen schwere Verletzungen.“

Bei kleineren Hunden sollte die Box im Fußraum hinter den Vordersitzen platziert werden. Für größere Boxen bietet sich der Laderaum von Kombis, Vans und SUVs an. Hierbei darauf achten, dass das Behältnis quer zur Fahrtrichtung direkt an die Lehne der Rücksitzbank gestellt wird. So verteilen sich bei einem Aufprall die Kräfte gleichmäßiger. Das Tier übersteht die Belastung besser. Wer die Box zusätzlich mit Spanngurten sichert und dazu ein stabiles, möglichst fest installiertes Trenngitter einbaut, reduziert bei einem heftigen Unfall die Verletzungsgefahr für die Fondpassagiere.

„Haltegeschirre, die am Gurtschloss oder mit Isofix-Haken befestigt werden, sind nur zweite Wahl“, gibt der TÜV Rheinland-Fachmann zu bedenken. Sie sorgen zwar dafür, dass das Tier den Fahrer unterwegs nicht behindert, bieten aber bei einem Unfall einen nur begrenzten Schutz. Wenn schon Geschirr, dann auf breite Gurte und solide Verschlüsse achten und den Vierbeiner stramm festschnallen, eine eher unbequeme Position für den Hausgenossen. Beim Kauf von Boxen oder Rückhaltesystemen sollte man unbedingt auf das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit achten. Außerdem sollten die Produkte nach der Crashtest-Prüfnorm ECE R17, ECE R126 oder DIN 75410-2 getestet sein.

Wird die Fahrt unterbrochen, dann heißt es ebenfalls Obacht. Schon ab 20 Grad Außentemperatur droht Tieren im Auto der Tod. Denn das Wageninnere kann sich bei steigenden Temperaturen schnell auf über 50 Grad aufheizen, warnt der österreichische Autoclub ÖAMTC. Deshalb dürfe man Hunde beispielsweise niemals, auch nicht für kurze Zeit, allein im Fahrzeug im Auto zurücklassen. Hat man als der Besitzer das Tier versehentlich im Fahrzeug eingeschlossen oder entdeckt man als Passant einen Hund in einer Notsituation, sollte ohne Zögern der Notruf gewählt werden.

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