Stuttgart - Mercedes X-Klasse: Der Lückenfüller

Mercedes X-Klasse: Der Lückenfüller

Von: amv
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Mercedes Pick Up X-Klasse
Mercedes hat mit zwei Designstudien einen Ausblick auf den Pick Up X-Klasse gegeben. Der Wagen soll Ende 2017 auf den Markt kommen. Foto: Daimler AG/dpa

Stuttgart. Mercedes hat einen weißen Fleck in seiner Angebotspalette entdeckt und füllt den mit dem Einstieg in das Segment der Pickups. X-Klasse nennen die Stuttgarter Autobauer den 5,34 Meter langen Wagen, der in Zusammenarbeit mit der Allianz von Renault-Nissan in Barcelona auf Basis des Nissan Navara produziert wird.

Das neue Modell ist im Segment der sogenannten Midsize-SUV positioniert und die spielen weltweit eine immer wichtigere Rolle. Rund zwei Millionen dieser Autos werden derzeit pro Jahr verkauft. Laut Analysten sollen es 2025 bereits 2,8 Millionen sein.

Bei dem Lückenfüller haben die Verantwortlichen in Stuttgart offensichtlich erkannt, dass es nicht - wie bei dem mit dem Renault Kangoo baugleichen Citan - ausreicht, einfach den Stern anzubringen, um aus einem Fremdfabrikat einen Mercedes zu machen. Der neue Pickup unterscheidet sich sowohl optisch als auch in weiten Teilen technisch deutlich seinem japanischen Pendant. So rollt die X-Klasse (Nutzlast um eine Tonne, Anhängelast bis zu 3,5 Tonnen) mit einem markanten Gesicht an, das geprägt ist von einem mächtigen Kühlergrill, großen Lufteinlässen und auf Wunsch LED-Scheinwerfern.

Die Radhäuser sind muskulös ausgestellt. Das Heck wird bei dem jetzt erstmals gezeigten und ganz nahe an der Serie liegenden Concept-Car dominiert von einem rundum laufenden LED-Leuchtenband. Schon das alles soll den Premium-Charakter unterstreichen. Der Spagat von Laster und Luxus kommt im Innenraum des ausschließlich mit einer großzügig bemessenen Doppelkabine angebotenen Pickups erst recht zum Ausdruck. Hier bieten die Stuttgarter eine Vielzahl der Dinge auf, die in den Pkw-Modellen mit dem Stern üblich sind. Aber es wird auch abgespeckte Versionen geben, um in den angepeilten Kernmärkten außerhalb Europas wie Argentinien, Brasilien, Südafrika und Australien Fuß zu fassen.

Dessen ungeachtet stellt Volker Mornhinweg, Leiter Mercedes-Benz Vans, unmissverständlich klar: „Wir verändern das Segment der Midsize-Pickups. Unsere künftige X-Klasse ist ein Pickup ohne Kompromisse mit Leiterrahmen, Sechszylinder-Diesel sowie permanentem Allradantrieb. Dazu kommen Sicherheit, Komfort, Agilität und expressives Design. Damit sprechen wir Kunden an, die bislang nicht an einen Pickup gedacht haben.“

Die Strategen in Stuttgart davon aus, dass sie mit der Ausrichtung ihres Pickups weg vom reinen Arbeitspferd hin zum Lifestyle-Fahrzeug für Arbeit, Freizeit und Familie neue Kunden gewinnen können. Die können in Europa zwischen einem Dreiliter-V6-Diesel von Mercedes (Allrad, Siebengang-Automatik und um die 250 PS) und einem 2,3-Liter-Diesel von Renault (im Nissan Navara mit 163 oder 190 PS im Einsatz, Schaltgetriebe oder Automatik, Hinterrad- oder Allradantrieb) wählen. Benziner der X-Klasse hingegen werden den weißen Angebotsfleck von Mercedes nach derzeitiger Planung nur in den anderen Märkten füllen.

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