Mercedes E 400 T-Modell Elegance: Der Raumgleiter

Von: amv
Letzte Aktualisierung:

Stuttgart. Es gibt wohl nur wenige Autos, die in Bewegung mehr Ruhe und Gelassenheit ausstrahlen wie eine Mercedes E-Klasse. Ihr Credo lautet Ausgeglichenheit, egal unter welchen Umständen, auf der Autobahn ebenso wie auf der Landstraße.

Beim T-Modell, der Kombivariante, gesellt sich zudem jede Menge Platz und verwöhnender Luxus. Vorausgesetzt, man kann und will entsprechend investieren. Mit der jüngsten Überarbeitung hat Mercedes sein Raumfahrzeug aufgefrischt und technisch aktualisiert. So wurde der Begriff Facelift geradezu wörtlich genommen. Die vielfach kritisierten ausladenden Kotflügel sind verschwunden.

Doch manchmal holt einen die Vergangenheit ein. In diesem Fall beispielsweise passt die altertümliche Parkbremse mit Pedalbetätigung und manuellem Auslösen so gar nicht mehr ins Bild. Und auch dass man den Schlüssel zum Starten aus der Tasche kramen und ins Zündschloss stecken muss, ist eher anachronistisch. Weitaus zeitgemäßer ist da der neue Sechszylinder-Benziner. Der hat zwar nicht, wie die Typbezeichnung E 400 nahelegt, vier Liter Hubraum, sondern deren drei und damit werden 333 PS in Bewegung gesetzt. Unspektakulär, unaufdringlich, aber nachhaltig bis maximal 253 Kilometer pro Stunde (km/h) erreicht sind. Den Sprint aus dem Stand auf Landstraßen-Limit beziffert Mercedes mit 5,6 Sekunden. Bei vernünftiger Fahrweise zeigt der Bordcomputer knapp über zehn Liter als Verbrauch je 100 Kilometer. Kurzstreckenbetrieb oder ungezügelte Fahrweise werden mit 14 Liter ausgewiesen. Wie auch immer, in jedem Fall ist man sicher und problemlos unterwegs. Besonders auf der Autobahn überzeugen Geradeauslauf und Geräuschentwicklung.

Weder macht das Fahrwerk akustisch viel Aufhebens von seiner Arbeit, noch entwickelt die Karosse nennenswerte Windgeräusche. Wer mag, kann den Fahrbetrieb auf "S" schärfen. Dann agiert das Fahrwerk spürbar straffer. Die Siebengang-Automatik passt sich der programmierten Agilität an. Die Lenkung gibt die Richtungsanweisungen des Fahrers exakt wieder und gefällt mit ihrer gelungenen Abstimmung. Von einer ganzen Armada teils aufpreispflichtiger elektronischer Helfern wird das sichere und entspannte Vorwärtskommen flankiert, wobei der mitunter nervende Spurverlassenswarner jedoch nicht unbedingt beiträgt. Als weitaus angenehmer erweist sich bei nächtlichen Touren das Tun des adaptiven LED-Abblendlichtes samt Fernlichtassistenz. Stets werden die Lichtkegel so dirigiert, dass niemand geblendet lichthupt. Intelligent gesteuerte Module blicken in die Kurve, erleuchten die Fahrbahn und blenden entgegenkommende Fahrzeuge aus dem gleißenden Lichtkegel aus.

In seinem Inneren zeigt sich der E-Klasse-Kombi unternehmenstypisch bestens verarbeitet und mit gelungener Materialwahl durchgestylt. Allerdings schimmert auch hier ein bisschen das Alter der Baureihe durch. An seiner natürlichen Bestimmung als Frachtträger lässt das T-Modell keine Zweifel aufkommen. Das Gepäckabteil ist gut zugänglich, mit vielfachen Fixierungen für jegliche Ladung versehen und fasst zwischen 695 und 1950 Liter. Das T-Modell E 400 kostet ab 59.470 Euro (Preis des Testwagens: 88.220 Euro). Dabei bietet die mehr als 60-seitige Ausstattungs- und Zubehörliste noch reichlich Raum nach oben, etwa für das "Media Interface inkl. Consumer-Kabel Kit bestehend aus iPod-, USB- und Aux-Kabel (261,80 Euro).

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert