Mazda3: Mehr als nur eine schicke Schale

Von: amv
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Mit der vierten Generation seines Kompaktmodells Mazda3 hat der japanische Hersteller ein auf- und gefälliges Design mit moderner Technik kombiniert und mit einem verlockenden Fahrgefühl nachgewürzt. Foto: dpa

Leverkusen. Eine schicke Optik ist nicht alles. Das hat schon so mancher Autohersteller leidvoll erfahren. Erst wenn sich Qualität sowie zeitgemäße Technik hinzugesellen, verspricht das Paket Erfolg. Mit der vierten Generation seines Kompaktmodells Mazda3 hat der japanische Hersteller ein auf- und gefälliges Design mit moderner Technik kombiniert und mit einem verlockenden Fahrgefühl nachgewürzt.

Fast möchte man in Abwandlung des Milan-Kundera-Romans "von der Leichtigkeit des Seins" sprechen. Stolze 70 Kilo hat der Viertürer gegenüber seinem Vorgänger abgespeckt und bringt somit 1.265 Kilogramm (Basisversion Schrägheck) auf die Waage. Diese Diät geht aber keinesfalls zu Lasten der Optik der 4,58 Meter langen Karosserie. Kanten und Ecken tragen zu einem dynamisch-muskulösen Auftritt bei. Die niedrige Dachlinie gibt dem Ganzen noch einen Anstrich von Sportlichkeit. Und die Türen fallen mit sattem Klang ins Schloss.

Das unterstreicht den Qualitätsanspruch, mit dem Mazda das Modell ins Rennen um die Gunst der Käufer schickt. Hinter den Türen wartet ein Innenraum, der dank seiner klaren Strukturen und dem aufgeräumten Armaturenbrett ebenfalls angenehm leicht wirkt. Das zentrale Rundinstrument zeigt ausschließlich die Drehzahl an. Die Geschwindigkeit ist nur als digitale Ziffer zu sehen. Ungewohnt, zunächst. Doch daran gewöhnt man sich schnell. Schließlich hat die exakte Anzeige des Tempos durchaus positive Aspekte. Mitten auf dem Instrumententräger bildet ein 7,5-Zoll großer Bildschirm die Nervenzentrale für das Infotainment-, Kommunikations- und Navigationssystem.

Im Stand lassen sich alle Funktionen per Fingerstrich ansteuern. Während der Fahrt ist die Befehlseingabe jedoch nur über die Lenkradtasten oder den in der Mittelkonsole platzierten Dreh-Drücksteller möglich. Dieses zentrale Bedienelement haben sich die Japaner augenscheinlich von BMW oder Audi abgeschaut - auch wenn die Menüführung im Mazda nicht ganz so intuitiv und logisch aufgebaut ist. Nach kurzer Eingewöhnungszeit hat man die Schritte aber verinnerlicht. Hinsetzen und wohlfühlen ist indessen auf den ordentlich strukturierten und mit angenehm hoher Rückenlehne versehenen Vordersitzen die Devise. Der Fahrersitz ist bereits ab Werk höhenverstellbar und mit Lordosenstütze ausgestattet.

Groß gewachsenen Personen dürfte es ein wenig an Auflage für die Oberschenkel mangeln. Kopf- und Ellbogenfreiheit indessen sind reichlich vorhanden. Das gilt ebenso auf den hinteren Plätzen. Selbst die Knie haben hier reichlich Raum. Platz für den üblichen Krimskrams wie Telefon, Schlüssel oder andere Kleinigkeiten könnte es hingegen deutlich mehr geben. So fassen die Seitenfächer der Türen beispielsweise nur kleinere Flaschen. Pluspunkte hinsichtlich der Alltagstauglichkeit sammelt der Mazda3 allerdings bei seinem riesigen wirkenden Kofferraum. Mit 419 Litern ist der zwar nur durchschnittlich groß. Doch die Tiefe des Gepäckabteils fasst schon bei aufgestellten Rücksitzlehnen längere Gegenstände ohne Probleme. Klappt man die Lehnen um, dann steht eine 1,75 Meter lange Ladefläche zur Verfügung.

Vor dem Verladen muss jedoch eine recht hohe Kante überwunden werden. Der 120 PS starke Zweiliter-Benziner, kombiniert mit einem leichtgängigen Sechsganggetriebe, lässt im normalen Alltagsbetrieb in der Stadt oder bei Landstraßenfahrten durchaus Agilität und Sprintqualitäten (in 8,8 Sekunden auf Tempo 100/Werksangaben) erkennen. Erst bei höheren Geschwindigkeiten (maximal 193 Kilometer pro Stunde) tut sich das Aggregat etwas schwerer und verlangt nach höheren Drehzahlen, um auf Touren zu bleiben.

Der von Mazda angegebene Verbrauch von 5,3 Litern rückt dann allerdings etwas in die Ferne. Lässt man es etwas ruhiger angehen und achtet auf eine vorausschauende Fahrweise, kommt man jedoch ohne Mühe auf einen Durchschnittswert von 6,8 Liter. Das Fahrwerk erweist sich angenehm straff abgestimmt. Damit sind selbst richtig dynamische Kurvenpassagen möglich, bei denen der Wagen problemlos in der Spur bleibt. Der Fahrer hat das Auto jederzeit unter Kontrolle. Der Komfort kommt dabei keinesfalls zu kurz. Die Insassen werden vor unangenehmen Schlägen auf schlechter Straße verschont. Stöße werden locker weggefiltert. Verwöhnt werden die Mazda3-Kunden aber nicht nur vom Fahrwerk.

Die ab dem zweiten Ausstattungsniveau "Center Line" erhältliche Limousine (20.790 Euro) ist serienmäßig umfangreich ausgestattet. Unter anderem sind Start-Stopp-System, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Freisprech-Anlage und CD-Radio mit dem Sieben-Zoll-Display mit an Bord. Zudem zählen Navigationssystem, Nebelscheinwerfer, Leichtmetallfelgen, Tempomat und der City-Notbremsassistent zu den weiteren Annehmlichkeiten, die es leicht machen, sich in dem kompakten Mazda3 wohl zu fühlen. Die Liste der aufpreispflichtigen Optionen erweist sich als kurz. Empfehlenswert ist hier das Touring-Paket (900 Euro) mit Einparkhilfe hinten, Licht- und Regensensor, Spurwechselassistent und Sitzheizung vorne.

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