Mazda CX-3: Hübsch gemacht und mit viel Fahrvergnügen

Von: amv
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Der Mazda CX-3 sticht unter den modernen SUVs hervor. Foto: obs/Mazda Motors (Deutschland) GmbH

Leverkusen. Wenn selbst eingefleischte Liebhaber deutscher Marken einem Modell japanischer Fertigung Hochachtung zollen, dann muss der Hersteller wohl einiges richtig gemacht haben. Lorbeeren, wie in diesem Fall Mazda ernten kann. Der CX-3 hebt sich wohltuend aus dem Segment der kompakten SUV hervor.

Vor allem mit seinem attraktiven Äußeren zieht der 4,28 Meter lange CX-3 die Blicke auf sich. Ein markantes Gesicht mit schmal gezeichneten Scheinwerfern und großem Kühlergrill, die extrem kurzen Überhängen sowie das coupéartig nach hinten abfallende Dach sorgen für einen sportlichen Auftritt.

Im Innenraum überrascht der Kompakte mit einem großen Platzangebot. Das gilt für die Kopffreiheit ebenso für den Raum für Beine und Füße. Ein Radstand von 2,57 Metern macht es möglich, dass die Heckpassagiere selbst dann noch bequem sitzen, wenn sich vorne Fahrer und Beifahrer raumgreifend eingerichtet haben. Allein der Zugang zur Rückbank durch die recht schmal gehaltenen Türausschnitte ist nicht so ganz einfach.

Umso einfacher ist es für den Fahrer, sich auf der elegant geschwungenen Armaturentafel zu orientieren. Alle Funktionen sind logisch aufgebaut, die Schalter allesamt gut zu erreichen. Das gilt desgleichen für den Dreh-Drückknopf in der Mittelkonsole, über den unter anderem die Navigation gesteuert wird. Der dazugehörige Touch-Screen befindet sich in angenehmer Sichthöhe. Die Informationen über Wegführung oder Geschwindigkeit kann man zudem auf dem Head-Up-Display ablesen, das zu der Ausstattungsvariante Sports-Line gehört.

Schön und vor allem praktisch, dass die Designer die Fächer in den Türen so ausgeformt haben, dass selbst größere Flaschen hineinpassen. Im Kofferraum können vier normalgroße Trolleys plus zwei kleinere Taschen verstaut werden. Mit einem Fassungsvolumen von 350 Litern bietet der CX-3 ein im Segment durchschnittliches Ladevolumen. Maximal stehen bei umgeklappten Rücksitzen 1.260 Liter Stauraum zur Verfügung. Eine etwas niedrigere Ladekante wäre beim Verstauen von Koffern oder Einkauf etwas rückenschonender, stellt aber keine wirkliche Hürde dar.

Mühen muss sich jedoch der 105 PS starke 1,5-Liter-Diesel, wenn ihm Geschwindigkeiten jenseits der 140 Kilometer pro Stunde (km/h) abverlangt werden. Erst recht, wenn es auch noch bergan geht. Knapp oberhalb von der Marke 170 ist ohnehin Schluss. Schneller mag der optisch so schnittige Geländegänger nicht. Dynamik zeigt der Mazda dagegen tadellos im unteren und mittleren Tempobereich. Hier sind Antritt und Durchzug des mit einem Sechsgang-Getriebe kombinierten Selbstzünders einwandfrei. Ein maximales Drehmoment von 270 Newtonmetern zwischen 1.600 und 2.500 Umdrehungen belegt diese Praxiserfahrung auf dem Datenblatt.

Ganz gleich in welchem Geschwindigkeitsbereich man mit dem CX-3 unterwegs ist, immer kann man sich über ein ausgewogen abgestimmtes Fahrwerk freuen. Der Spagat zwischen Sportlichkeit und Komfort ist den Technikern bei der Auslegung von Federung und Dämpfung gelungen. Die mit Allradantrieb ausgerüstete Testwagen-Version folgt direkt allen Lenkanweisungen, bleibt jederzeit kreuzbrav bin der Spur und rollt souverän über schlechte Wegstrecken. Erfreuliches überdies beim Verbrauch: selbst bei einem wenig zurückhaltenden Gasfuß bleibt die Anzeige stets nur knapp über der Sechs-Liter-Marke. Bei ruhigerer Fahrt ist es ein guter Liter weniger. Laut Mazda sollen es im Normzyklus vier Liter sein.

Ab Werk hat der Mazda Notbrems-, Spurhalte-, Fernlichtassistent mit an Bord. Ein Abstandsregeltempomat kostet zusätzlich (1.300 Euro). In der Ausstattungsversion Sports-Line (25.290 Euro) ist der CX-3 mit Klimaautomatik, Licht- und Regensensor, höhenverstellbarem Fahrersitz, Konnektivitäts-Konzept inklusive Radio-CD, Rückfahrkamera oder LED-Scheinwerfern bestückt. Selbst wenn man sich noch Extras wie das Navigationssystem (690 Euro) oder die ansehnliche Lederausstattung in Anthrazit und Weiß gönnt, bleibt der Preis für den Wagen unter 30.000 Euro (Testwagenpreis: 29.030 Euro). Außer mit der schicken Optik verdient sich der japanische SUV-Vertreter also in der Preisdisziplin Hochachtung.

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