Leverkusen - Mazda 6 Kombi: Mehr als nur Mittelklasse

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Mazda 6 Kombi: Mehr als nur Mittelklasse

Von: amv
Letzte Aktualisierung:
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Der Mazda 6 behauptet sich in der Kombi-Version ausgesprochen gut. Foto: obs/Mazda/Mazda Motors Deutschland

Leverkusen. Kombis sind hierzulande äußerst beliebt. In der Mittelklasse liegt ihr Anteil an den Zulassungen bei gut 70 Prozent. Ein Markt, in dem sich seit 2013 auch der Mazda 6 in der Kombi-Version ausgesprochen gut behauptet.

Die jüngste Generation ist seit Frühjahr dieses Jahres auf der Straße, und es gibt mehr als einen Grund, ihr in diesem Segment Beachtung zu zollen. Da ist erst einmal das schicke Design. Die Karosserie wirkt dynamisch und elegant, ohne aggressiv oder bieder zu sein. Waagerechte Linien bestimmen die Optik an Front und Heck. Voll-LED-Scheinwerfer inklusive LED-Tagfahrlicht und LED-Nebelscheinwerfer betonen den technologischen Anspruch.

Die leicht nach hinten abfallende Dachlinie lässt den 4,80 Meter langen Wagen kompakter wirken als er ist. Der Verlauf der Dachlinie hat allerdings den Nachteil, dass groß gewachsene Personen vorne wie hinten beim Ein- und Aussteigen durchaus Gefahr laufen, sich den Kopf zu stoßen. Die sehr ausladenden Rundungen am unteren Ende der B-Säule sind zudem hinderlich für die Füße. Doch einmal auf den bequemen und körpergerecht geschnittenen Sitzen angekommen, ist Mangel an Bewegungsfreiheit ein Fremdwort. Knie- und Kopffreiheit sind auf allen Plätzen tadellos.

Weiße Lederpolster unterstreichen, dass hochwertig wirkende Materialien eingesetzt sind. Im Paket (200 Euro) ist sogar eine Sitzheizung für die äußeren Fond-Plätze enthalten. Für eine komfortable Bedienung sorgt die übersichtliche Armaturentafel mit Instrumenten in Chromtuben. Darüber fällt der Blick auf eine kleine Plastikscheibe: ein Head-Up-Display für Informationen über Geschwindigkeit und Navigationshinweise liegt im direkten Blickfeld.

Routenführung, Infotainmentsystem inklusive Online-Anbindung, eigene Apps, Bose-Digital-Radio sowie das im Dunkeln gut ausgeleuchtete Bild der Rückfahrkamera sind auf dem sieben Zoll großen, frei stehenden Bildschirm zu sehen. In kurzer Zeit gelingt die Bedienung nahezu intuitiv über den zentralen Drehknopf in der Ablage zwischen den Sitzen.

Auch die Sprachsteuerung funktioniert einwandfrei. Während es in den Türen ausreichend Platz für Einliter-Flaschen gibt sowie rundum etliche weitere Fächer für jeglichen Kleinkram, erfüllt der Laderaum mit 522 Liter Volumen alle Erwartungen, die an einen Kombi gestellt werden. Klappt man die Rücksitzlehne per Fernentriegelung um, stehen 1648 Liter zur Verfügung. Nachdem mit wenigen Handgriffen Laderaumabdeckung und Trennnetz entfernt sind, tut sich schließlich eine 1,97 lange und nur dezent ansteigende Ladefläche auf.

Dem größeren Einkauf im Möbelhaus steht in jedem Fall nichts im Weg, zumal die Nutzlast mit 665 Kilogramm sehr großzügig ausfällt. Das Leergewicht des Mazda 6 Kombi beträgt gut 1,5 Tonnen. Damit hat der 175 PS starke 2,2-Liter-Diesel keine Probleme. Hier macht sich positiv bemerkbar, dass Mazda schon seit Jahren konsequent auf Leichtbau setzt. Mit einem maximalen Drehmoment von 420 Newtonmetern bereits bei 2200 Umdrehungen arbeitet der Vierzylinder durchzugsstark und angenehm laufruhig.

Allerdings entsteht insbesondere bei Autobahnfahrten – die Höchstgeschwindigkeit ist mit Tempo 209 erreicht, die 100er-Marke nach 9,1 Sekunden (Werksangaben) - irgendwie der Eindruck, dass das Sechsgang-Automatik-Getriebe den Kombi behäbiger macht als es sein müsste. Doch im Stadtbetrieb ist die Automatik eine prima Wahl. Die Schaltvorgänge sind kaum zu spüren und die Verbindung mit der Start-Stopp-Funktion funktioniert bestens.

Der Verbrauch liegt nach einem großen Anteil an zügigen Überland- und Autobahnfahrten samt einigen Stadttouren bei 6,9 Litern. Das ist für eine komfortable Reiselimousine in Ordnung, selbst wenn der Wert die Herstellerangabe um zwei Liter übertrifft. Zum Reisekomfort trägt das eher sportlich abgestimmte Fahrwerk in Verbindung mit dem Allradantrieb (3900 Euro nur für den Diesel lieferbar) bei. Schnell gefahrene Kurven lassen sich mit dem Sechser meistern, ohne dass der Wagen nervös reagiert. Die Lenkung ist angenehm direkt. Die Bremsen reagieren prompt.

Der Selbstzünder ist nur in der höchsten, allerdings umfangreich bestückten Sports-Line-Variante (36.990 Euro) zu ordern. Neben den Extraausgaben für Allrad und Automatik stehen noch die adaptive Geschwindigkeitsregelanlage samt radargestützter Distanzregelung und Pre-Crash-Sicherheitssystem (650 Euro) sowie das elektrische Glasschiebedach (800 Euro) auf der Rechnung, die sich somit auf 44.390 Euro addiert. Doch auch mit diesem Preis dürfte sich der Mazda 6 Kombi sich nicht unbeliebt machen. Sabine Neumann

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