Bergisch Gladbach - Marktanalysten sehen Belebung des Geschäfts mit E-Autos

Marktanalysten sehen Belebung des Geschäfts mit E-Autos

Von: amv
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E-Auto und Stromkabel
Von Januar bis September diesen Jahres konnten 36.849 Elektrofahrzeuge (plus 116 Prozent) verkauft werden. Foto: Jan Woitas/dpa

Bergisch Gladbach. Die zunehmenden Diskussionen über Fahrverbote hat nach einer Studie des Center of Automotive Management (CAM) an der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach in Deutschland „erstmalig für eine starke Belebung des E-Autoverkaufs“ gesorgt.

Von Januar bis September diesen Jahres konnten 36.849 Elektrofahrzeuge (plus 116 Prozent) verkauft werden, wodurch sich der Marktanteil von 0,7 auf 1,4 Prozent verdoppelt. Deutlich stärker sind dabei die Verkäufe von Plug-In-Hybriden, die auf 20.416 (+117%) zulegen, während die reinen Elektrofahrzeuge jetzt auf 16.433 (+114%) Pkw ansteigen.

Von Januar bis zum 30. September wurden insgesamt 33.660 Anträge beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestellt. Davon entfallen 14.067 Anträge auf Plug-In-Hybride und 19.589 auf BEVs (Battery Electric Vehicle -  Batterieelektrisches Fahrzeug). Hersteller mit den meisten gestellten Anträgen sind BMW, Renault und VW.

Der Marktanalyse zufolge erleidet der Diesel dagegen in den ersten neun Monaten einen deutlichen Absatzrückgang und kommt nur noch auf einen Marktanteil 40,3 Prozent (Quartale 1 bis 3/2016: 46,5%). Im September wurden nur noch 36,3 Prozent Dieselfahrzeuge zugelassen. Fahrzeugkäufer entscheiden sich dagegen vermehrt für einen Benziner, deren Marktanteil auf 56,5 Prozent (Q1-3 2017: 51,7%) an den Neuzulassungen gestiegen ist.

Studienleiter Stefan Bratzel: „Die Verschiebungen im Antriebsbereich stellen die Automobilhersteller zunehmend vor enorme Probleme. In Kombination mit den steigenden Verkäufen von SUV werden dadurch die CO2-Reduktionsziele von 95 Gramm CO2 pro Kilometer in 2021 gefährdet.“ Die CO2-Emissionen in Deutschland seien in den ersten neun Monaten wieder um 0,3 Prozent auf jetzt 128 Gramm CO2 pro Kilometer angestiegen, so Bratzel weiter.

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