Bochum - LPG mit rund 500.000 Fahrzeugen die klare Nummer 1

LPG mit rund 500.000 Fahrzeugen die klare Nummer 1

Von: amv
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Tanken Tankstelle Spritpreise
Immer mehr Automobilhersteller bieten Autogas-Modelle ab Werk an. Foto: dpa

Bochum. Derzeit sind rund 500.000 Autogas-Fahrzeuge zugelassen. Etwas weniger als 80.000 Erdgas-Fahrzeuge weist die Statistik des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) aus, rund 65.000 Modelle mit Hybrid-Antrieb und rund 7.000 Elektroautos.

"Immer mehr Automobilhersteller bieten Autogas-Modelle ab Werk an. Zudem lassen sich grundsätzlich nahezu alle Autos mit Ottomotor umrüsten", weiß Detlef Brandenburg vom Mineralöl-Konzern Aral in Bochum. "Allerdings sollte man sich beim Hersteller oder Händler nach den Möglichkeit für den konkreten Autotyp erkundigen und sich dies schriftlich geben lassen", empfiehlt er.

Die Umrüstung kostet abhängig vom Modell zwischen 1.500 und 3.000 Euro. Zu Problemen bei der Betankung ist es laut Thomas Söhngen, bei Aral für das Autogas-Geschäft verantwortlich, noch nicht gekommen: "Die Betankung und Handhabung ist ebenso einfach und sicher wie bei Benzin oder Diesel." Und bei einem Unfall gilt Autogas bei Fachleuten als genauso sicher wie Benzin oder Diesel. Die Bauteile der Autogasanlage werden besonders geprüft und typgenehmigt. Autogas-Fahrzeuge sind überwiegend mit einer bivalenten Technik ausgestattet. Sie können also sowohl mit Autogas als auch mit Benzin betrieben werden.

Im reinen Autogasbetrieb reicht eine Füllung abhängig von der Tankgröße für bis zu 500 Kilometer. Rechnet man die Benzinreserve hinzu, steigt die Gesamtreichweite ohne Tankstopp häufig auf über 1.000 Kilometer. Steht bei einem Neuwagenkauf eine Variante für den Betrieb mit Autogas (Liquefied Petroleum Gas/LPG) nicht zur Wahl, raten Fachleute des ADAC in München zu einem Umbau nach der "ECE-R 115"-Richtlinie. Hier sind sowohl die Bauteile der Anlage, als auch der komplette Einbau und die Gaseinstellungen strikt vorgegeben.

Grundsätzlich sollte eine Umrüstung in einem Fachbetrieb erfolgen. Die zusätzlichen Kosten für die Umrüstung auf Autogas rentieren sich durch die niedrigeren Kraftstoffpreise. Derzeit kostet ein Liter Autogas etwa 75 Cent, Diesel und Benzin sind deutlich teurer. Der Preisunterschied kommt in erster Linie durch die steuerliche Begünstigung zustande: Für einen Liter Autogas werden nur rund zehn Cent an Energiesteuer abgerechnet. Bei Otto-Kraftstoffen sind es rund 65,5 Cent und beim Diesel rund 47 Cent pro Liter.

Der Preisvorteil macht auch den Mehrverbrauch von rund 15 bis 20 Prozent wett, der durch die geringere Energiedichte von Autogas entsteht. "Übrigens können Autogas-Nutzer auch in Zukunft weitgehend sicher planen, denn der Steuervorteil bleibt bis 2018 erhalten", beruhigt Brandenburg.

Bundesweit sorgen nach seiner Auskunft derzeit rund 6.600 Tankstellen für eine flächendeckende Versorgung mit LPG. Eine Übersicht findet sich auf der Website des Deutschen Verband Flüssiggas (http://www.autogastanken..de). Auch im Urlaub muss nicht auf den preiswerten Alternativkraftstoff verzichtet werden: über 15.000 Autogas Tankstellen gibt es in den deutschen Nachbarländern.

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