Longlife-Lampen entpuppen sich als kurzlebig

Von: amv
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München . So genannte H7-Glühlampen für Autoscheinwerfer unterscheiden sich je nach Fabrikat erheblich in Qualität und Preis. Auch teure Longlife-Lampen, die eigentlich länger halten sollen, können sich als kurzlebig entpuppen. Das ist die Bilanz eines ADAC-Tests, bei dem 15 Produkte unter die Lupe genommen wurden.

Testsieger wurde laut dem Autoclub in München die Longlife-Scheinwerferlampe „Extra Life“ von General Electric mit der Bewertung „gut“. Sie leuchtet lange (rund 1000 Betriebsstunden) und bietet eine ordentliche Lichtintensivität. Die zweitplazierte, besonders helle Lampe „Plus90“ von Bosch leuchtet überzeugend, aber nach 270 Stunden ist der Glühdraht verbraucht. Das ist zu wenig, daher gibt es nur die Note „befriedigend“, urteilten die Fachleute.

Über 1200 Stunden brennt die Drittplatzierte „Lifetime x4“ von Philips (Longlife). Allerdings ist ihre Helligkeit nur durchschnittlich. Die Longlife-Exemplare von Bosch und Car1 leben laut Test nicht länger als Standardlampen. Dabei ist der Preis von durchschnittlich 34,50 Euro für ein Lampenpaar von Bosch recht hoch. Die Standardleuchte von Car1 wiederum bietet weder ein gutes Licht, noch hält sie lange durch. „Der Preis ist generell kein guter Qualitätshinweis, der Testsieger liegt im mittleren Kostensegment (11,50 Euro) und am Tabellenende sind auch teure Produkte mit rund 30 Euro zu finden“, fasst ADAC-Sprecherin Bettina Hierath zusammen.

Generell können Verbraucher zwischen drei Typen auswählen: besonders helle Leuchten, langlebige Produkte oder Standard-Lampen. Im Lebensdauer-Vergleich brannten die Longlife-Produkte mit durchschnittlichen 950 Stunden fast doppelt so lange wie Standard-Leuchten und mehr als dreimal so lange wie die besonders hellen Lampen. Bettina Hierath: „Umgerechnet heißt das, Autofahrer müssen sehr helle Lampen jährlich tauschen, eine gute Longlife-Leuchte nur alle vier bis fünf Jahre.“ 

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