Köln - Lexus GS 450h: Dynamik mit grüner Nuance

Lexus GS 450h: Dynamik mit grüner Nuance

Von: Silke Koppers, dapd
Letzte Aktualisierung:
Lexus GS
Die meisten leistungsstarken Autos sind an einer fast schon boese dreinblickenden Front zu erkennen. Sieht man auf der Autobahn im Rueckspiegel einen solchen Pkw, zieht man sich automatisch auf die rechte Spur zurueck. Ein solches Verhalten ist Fahren eines Lexus GS bislang kaum widerfahren. Doch das koennte sich mit der ab sofort erhaeltlichen vierten Generation aendern. Foto: dapd

Köln. Die meisten leistungsstarken Autos sind an einer nahezu böse dreinblickenden Front zu erkennen. Wer auf der Autobahn im Rückspiegel einen solchen Pkw sieht, zieht sich fast schon automatisch auf die rechte Spur zurück. Für Fahrer eines Lexus GS allerdings haben bislang wohl die wenigsten Platz gemacht.

Doch das könnte sich mit der ab sofort zu Preisen ab 45.200 Euro erhältlichen vierten Generation ändern.

Der neue GS besitzt eine deutlich dynamischer gestaltete Front mit leicht aggressiv wirkenden Scheinwerfern und darunter positioniertem Tagfahrlicht in Hakenform. Die Chromumrandung, die den Kühlergrill nur oben und an den Seiten ziert, wirkt wie ein gut gestutztes Bärtchen, wie man es von modebewussten jungen Männern mit breiten Schultern kennt. Auch das Heck der viersitzigen Limousine mit den zwei Endtöpfen rechts und links deutet Leistungsstärke an und erinnert mit seinen in die Flanken gezogenen Rückleuchten und der akzentuierten Luftabrisskante am Kofferraumdeckel an BMW.

Der 4,85 Meter lange Japaner verfügt über einen Heckantrieb und sowohl Motor als auch Fahrwerk ermöglichen eine sportliche Gangart. In der ab 54.750 Euro teuren Hybridversion GS 450h kommen der V6-Benziner mit 3,5 Litern Hubraum und der Elektromotor auf eine Systemleistung von 254 kW/345 PS. Die Kraft von maximal 345 Newtonmeter bei 4.600 Umdrehungen pro Minute wird über ein elektronisch gesteuertes, stufenlos variables Getriebe (CVT) an die Hinterachse geleitet. Aufgrund dieser Technik tönt der GS beim Gasgeben lauter, als er dann tatsächlich an Vortrieb leistet. Zudem klingt es eher angestrengt als kernig. Dennoch lässt sich das Gefährt von Toyotas Edelmarke dynamisch fahren (von 0 auf 100 Stundenkilometer in 5,9 Sekunden), auch wenn die Lenkung direkter sein dürfte. Der Verbrauch liegt auf 100 Kilometern bei 5,9 Litern Superbenzin (Herstellerangabe, 137 Gramm CO2 pro Kilometer), es können aber durch sportlich gefahrene Landstraßen auch schon mal acht Liter werden. Und natürlich kann der Vollhybrid auch seine grüne Seite zeigen: Bis zu einem Tempo von 40 Kilometern pro Stunde fährt die Limousine rein elektrisch und das bis zu vier Kilometer weit.

Umfangreiche Serienausstattung

Dem Anspruch der Marke entsprechend verfügt der GS bereits in der Basisversion über eine umfangreiche Serienausstattung mit unter anderem einer beheizten Scheibenwischanlage, Multifunktionslenkrad, Schaltwippen, Fahrmodusschalter (Sport, Komfort, Normal), Geschwindigkeitsregelsystem, Heckkamera mit Einparkhilfe. Auch die Sicherheitsausstattung mit zehn Airbags und ESP ab Werk darf als komplett bezeichnet werden. Die Verarbeitung ist auch fast premiumgerecht, fällt aber bei anderen Herstellern mit gleichem Anspruch besser aus.

Dafür haben die Ingenieure das Kofferraumvolumen um sagenhafte 51 Prozent vergrößert, indem sie die Batterien des Hybriden anders einbauten. Waren sie zuvor noch liegend hinter den Rücksitzen untergebracht, konnten sie nun vertikal auf der Hinterachse positioniert werden. Dadurch hat der Hybrid-GS endlich einen klassengerechten Laderaum von 482 Litern.

Lexus geht davon aus, dass mehr als die Hälfte der Kunden in Deutschland, die noch in diesem Jahr 375 Einheiten kaufen sollen, sich für die Hybridversion entscheiden. Für die übrigen knapp 45 Prozent gibt es den GS 250, in dem ein 154 kW/209 PS starker 2,5-Liter-Benziner mit sechs Zylindern zum Einsatz kommt. Kombiniert wird das Aggregat mit einem Sechsstufen-Automatikgetriebe. Den Verbrauch gibt Lexus mit 8,9 Litern Kraftstoff auf 100 km an (207 g CO2/km).
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