Land Rover Discovery Sport: Der Konkurrent im eigenen Haus

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Discovery Sport
Der neue Land Rover Discovery Sport ersetzt bei der britischen Marke den Freelander, der aus dem Programm genommen wird. Foto: dpa

Schwalbach. Der Namenzusatz „Sport“ ist irritierend. Sportlich erweist sich die jüngste Discovery-Version nicht, eher praktisch und - vor allem - geräumig. Angesiedelt in der Klasse der Kompakt-SUV bietet der Discovery Sport ein Platzangebot und ein Raumgefühl, das seines gleichen sucht.

Die technische Plattform ist weitgehend identisch mit dem Range Rover Evoque. Doch während bei dem die Betonung auf Lifestyle liegt, will der „Disco Sport“ mit Praxisnutzen und Variabilität punkten. Das er darüber hinaus über eine Geländetauglichkeit verfügt, die die meisten seiner Fahrer wohl nie auskosten würden und werden, ist für ein Land Rover-Produkt praktisch Ehrensache.

Auf einer Fahrzeuglänge von 4,59 Metern bietet Discovery Sport vorne und hinten reichlich Raum, so dass im Fond selbst groß gewachsene Personen eine längere Reise komfortabel genießen können. Anders als direkte Konkurrenten wie der BMW X3 oder der Audi Q5 und im Gegensatz zu seinem Vorgänger, dem eher kantig-robusten Freelander, offeriert der Sport eine dritte Sitzbank (Aufpreis: 1300 Euro). Selbst wenn man die nicht bestellt, weil dort jenseits des Grundschulalters niemand wirklich bequem sitzen kann, stempelt ihn das neue Format zum Alltagsfreund.

So gibt es ein Ladeabteil mit rückenfreundlicher Ladekantenhöhe, das sich von 479 bis auf 689 Liter allein durch das Verschieben der Rückbank (stufenlos bis zu 16 Zentimeter) vergrößern lässt. Werden die Lehnen der hinteren Sitzbank nach vorn geklappt, stehen 1698 Liter zur Verfügung. Das ist richtig gut, selbst wenn der Ladeboden dann leicht schräg ansteigt. Möglich wird das Raumangebot durch eine neue, besonders platzsparende Mehrlenker-Hinterachse, die technisch den größten Unterschied zum Design-SUV Evoque ausmacht.

Ohne Fehl und Tadel präsentieren sich Materialauswahl und Verarbeitung, soweit das auf den ersten Blick zu beurteilen ist. Hinsichtlich des Infotainmentsystems haben die Entwickler den längst überfälligen Schritt in die Moderne endlich vollzogen. Entsprechend ist ein Achtzoll-Touchscreen mittig im Instrumententräger platziert. Das optionale Navigationssystem zeigt sich auf dem aktuellen Stand der Technik.

Die so genannte „InControl“ -Technologie gestaltet die Verbindung mit Mobiltelefonen und deren Nutzung einfach. Zudem stehen den Passagieren gleich vier Zwölf-Volt-Anschlüsse sowie sechs USB-Buchsen zur Verfügung, so dass rundum mobile Geräte angeschlossen werden können.

Auf der Antriebsseite bietet Range Rover zum Verkaufsstart zwei 2,2-Liter-Diesel und einen Benziner an. Den TD4 mit 150 PS (34.400 Euro) gibt es ebenso wie den 190 PS starken SD4 (41.000 Euro) serienmäßig mit einem Sechsgang-Getriebe. Auf Wunsch und gegen Aufpreis (2350 Euro) können beide Triebwerke mit einer tadellos arbeitenden Neunstufen-Automatik (2350 Euro) von ZF gepaart werden.

Die hat der Zweiliter-Benziner (240 PS/43.350 Euro) in Serie. Später im Jahr wird es als Einstiegsmodell einen Zweiliter-Diesel mit 150 PS, Schaltgetriebe und Frontantrieb geben (32.250 Euro).

Ob in schnell gefahrenen Kurven auf der Landstraße oder der Autobahnfahrt, der Land Rover Discovery Sport meistert bei ersten Fahreindrücken beide Disziplinen mit Bravour. Und wie von einem Fahrzeug aus dem Hause Range Rover nicht anders zu erwarten, stellen auch schwierige Geländepassagen den Allradler vor keinerlei Probleme.

Range Rover meldet derzeit satte Zuwachsraten. Um 18,3 Prozent konnten die Verkaufszahlen im vergangenen Jahr gegenüber 2013 gesteigert werden. Topseller der Marke war mit etwa 5000 Einheiten (plus 500 zum Vorjahr) erneut der Evoque. Der aber könnte seine Position an der Spitze des englischen Autoherstellers mit indischer Mutter (Tata) schon in Kürze verlieren. Denn mit dem neuen Land Rover Discovery Sport rollt Ende Februar ein ernsthafter Konkurrent im eigenen Haus an den Verkaufsstart.

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