Kurzvorstellung: Opel Insignia Country Tourer und Opel Mokka

Von: amv
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Rüsselsheim . Allradantrieb ist für 47 Prozent aller Käufer in der Mittelklasse eine wünschenswerte Technik, weiß Opel-Sprecher Albrecht Schäfer. Warum auch immer. Diese Zielgruppe soll nun bei Interesse an einem Insignia Kombi nicht mehr vergebens einen Besuch beim Opel-Händler machen. Mit dem Insignia Country Tourer baut Opel sein Angebot an 4x4-Fahrzeugen aus. Folgt man Schäfer, dürften sich fortan 22 Prozent der Kunden für das rustikale Modell entscheiden.

Doch auch in der Unteren Mittelklasse will Opel nun mit Allradantrieb bei seinen Verkaufsbemühungen weiterkommen. Ein angedeuteter Unterfahrschutz vorne und hinten sowie Radhausverbreiterungen und Seitenverkleidungen aus Kunststoff die SUV-Karte geben der an sich elegant gezeichneten Karosserie des Insignia einen robusten Anstrich. Man kennt dies von Konkurrenzmodellen.

Praktischen Sinn macht hingegen der spezielle Unterfahrschutz aus hochfestem Stahl, der die wichtigsten Antriebskomponenten schützt, wenn der Kombi tatsächlich auf unbefestigten Wegen unterwegs sein sollte. Ein Terrain, dass der Mittelklassewagen erstaunlich gut beherrscht, wie er bei ersten Fahreindrücken unter Beweis stellt. Selbst auf dem schnee- und eisbedeckten Untergrund einer abgesperrten Piste meistert er Slalomfahrten und enge Kurven mit Bravour. Grund dafür ist die Kombination aus elektronisch-hydraulisch gesteuerter Lamellenkupplung als Mitteldifferenzial sowie Sperrdifferenzial an der Hinterachse.

Opel-Experte Andreas Holl nennt dieses System "mitdenkend", weil es eine variable Antriebsverteilung erlaubt. Mit ihrer Hilfe wird im Bedarfsfall fast das gesamte Drehmoment an ein Rad geleitet, um den letzten Rest an Grip zu nutzen. Der Fahrer merkt von den dafür erforderlichen Regelvorgängen nichts, wohl aber von der beeindruckenden Agilität und Dynamik des Autos. Für den Cross-Kombi modifizierten Opels Ingenieure zudem die Abstimmung von Federung und Stabilisator an der Vorderachse. Eine fast komplett neu konstruierte Hinterachse soll für mehr Komfort und ein exakteres Fahrverhalten sorgen.

Die Arbeit scheint gelungen. Der Opel fürs Grobe federt selbst dort feinfühlig, die Lenkung zeigt sich leichtgängig und zielgenau. Als Einstiegsmotorisierung für die Modellreihe bietet Opel den 2,0 CDTi (163 PS) an. Der Selbstzünder zeigt Laufruhe sowie Durchzugskraft und liegt mit 6,2 Litern Normverbrauch nur 0,2 Liter über dem des Serienbruders mit Frontantrieb. Der Preisaufschlag beträgt 1.290 Euro (36.990 Euro) und macht den Allradler zu einem interessanten Angebot. 40.190 Euro kostet der bärenstarke 2.0 BiTurbo mit 195 PS, der serienmäßig mit einer Sechsstufen-Automatik kombiniert ist.

Ein Zweiliter-Turbo-Benzindirekteinspritzer (240 PS/38.415 Euro) rundet die Antriebspalette ab. Mokka 4x4 ab 24.185 Allradantrieb können aber auch Opel-Kunden fortan wählen, die mit dem kleinen SUV Mokka liebäugeln. Die Preisskala beginnt mit 24.185 Euro für den 1.4 Turbo mit 140 PS. Um Gewicht zu sparen und damit den Verbrauch zu zügeln, soll beim Mokka eine elektromagnetisch gesteuerte Lamellenkupplung in einem Mitteldifferenzial ein Vorwärtskommen ermöglichen, wenn Zweirad-angetriebene Fahrzeuge die Segel streichen müssen. Das System wiegt lediglich 65 Kilogramm und verteilt die Kraft des Triebwerks vollautomatisch und stufenlos bis zu einem Verhältnis von 50:50 je nach Bedarf zwischen Vorder- und Hinterachse.

Im Normalbetrieb ist der kleine SUV als Fronttriebler unterwegs. Auch das senkt den Benzindurst. Wenn es bergauf und bergab über rutschige Pisten geht oder die Räder auf nasser Fahrbahn unterschiedlichen Grip haben, dann schaltet sich der Allradantrieb automatisch zu.

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