Kompakt-SUV für den gehobenen Anspruch

Von: amv
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Kronberg. Modell um Modell legt der britische Geländewagenspezialist Land Rover sein rustikales Image ab. Zumindest optisch. Entsprechend präsentiert sich der Discovery Sport mit einer eleganten Silhouette samt ansteigender Seitenlinie und rückt in der Außenansicht nah an den Range Rover-Sport und Evoque heran.

Das sieht gekonnt aus, doch Manchem etwas zu rundgeschliffen, ohne jene Ecken und Kanten, die ehedem charakteristischen Erkennungsmerkmalen eines Land Rover-Modells waren.

Geblieben sind die überragenden Geländeeigenschaften. So stößt der Mensch am Steuer jenseits befestigter Straßen wohl eher an die Grenzen seines fahrerischen Könnens und seines Selbstvertrauens als der kompakte SUV. Garniert mit einem zeitgemäßen Vier-Zylinder-Turbodiesel und aufgerüstet mit einer ganzen Batterie elektronischer Helfer bis hin zu einem Wasserstandsmelder etwa für Fahrten durch Furten ackert sich der =84Disco Sport=93 selbst dort noch durch, wo man zu Fuss nicht lang möchte. Andererseits gibt er auf Autobahnen den angenehmen Reisewagen.

Regen Anteil an dem gelassenen Fahrcharakter hat der 180 PS-Motor. Sein früh anfallendes Drehmoment von 420 Newtonmeter (Nm) ermöglicht in Zusammenarbeit mit der weich eingreifenden Neungang-Automatik nicht nur niedrige Drehzahlen im Alltagsbetrieb, sondern ebenso angenehme Verbrauchswerte. 6,1 Liter je 100 Kilometer beziffert Land Rover, im automobilen Alltag sind es eher 8,5 Liter. Den Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 absolviert der Sport in 8,9 Sekunden (Werksangaben); die Spitzengeschwindigkeit beträgt 188 Kilometer pro Stunde (km/h).

Das Fahrwerk erweist sich als ebenso komfortabel wie sicher, jedoch - im Gegensatz zur Namengebung - nicht sportlich. Dem Sicherheitsgedanken folgend bietet der Disco serienmäßig einen erstmals im SUV-Segment eingesetzten Fußgänger-Airbag, der sich schützend über Windschutzscheibe und Rahmen aufplustert sowie einen Notbremsassistenten, der bis 35 km/h Differenzgeschwindigkeit Auffahrunfälle selbstständig vereitelt oder zumindest deren Folgen mildern soll.

Technisch fußt der Discovery Sport auf bekannter Basis. Er nutzt dasselbe Chassis wie der Evoque, besitzt aber eine neu konstruierte Mehrfachlenker-Hinterachse sowie einen um 80 Millimeter längeren Radstand. Das sind die Ingredienzien für ein in dieser Fahrzeugklasse üppiges Raumangebot. Vorn sitzt man klassenüblich leicht erhöht auf recht bequem geschnittenen Sitzen. Rundum tut sich ein luftig-geschnittenes, durchdachtes wie aufgeräumtes Interieur auf, dass den Premiumcharakter des Disco Sport unterstreicht. Diverse Ablagemöglichkeiten unterschiedlicher Dimension sowie Zwölf-Volt-Buchsen und USB-Anschlüsse komplettieren das Interieur. Die Zuordnung der diversen Schalter und Einstellmöglichkeit erfordert wenig Übung. Als sehr angenehm erweist sich das Head Up Display (Aufpreis: 1300 Euro), welches Fahrinformationen und Navi-Anzeigen förmlich vor die Windscheibe spiegelt.

Ebenfalls keinen Anlass zu Klagen haben Fondpassagiere. Gegen einen Aufpreis von 1300 Euro können deren zwei weitere im Heck untergebracht werden. Längere Reisen sollte man aber dort Erwachsenen nicht zumuten. In der Standard-Position fasst das Gepäckabteil 541 bis 1698 Liter, womit der Discovery Sport zu den Geräumigen im Kompaktsegment gehört. Schiebt man die hintere Sitzbank ganz nach hinten, schrumpft der Kofferraum auf 478 Liter Volumen. Die Heckklappe schwingt weit nach oben und bietet ausreichend Stehhöhe.

Etwas spärlich fällt die Übersicht vom Fahrersitz auf das Geschehen hinter dem Fahrzeug aus. Parkpiepser, besser noch Heckkamera sind deshalb ein Muss. Verzichten kann man getrost auf die Verkehrsschilderkennung, die nicht wirklich verlässliche Daten wiedergibt. Andererseits schlägt sich die Einsparung von 270 Euro nicht wirklich im Kaufpreis wieder. Schon der Basispreis liegt auf selbstbewusstem Niveau: 52.200 Euro. Mit diversen Annehmlich- und Nützlichkeiten aus der Optionsliste addieren sich rasch 70.700 Euro beisammen.

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