Komfort, Sicherheit, Dynamik: Neue S-Klasse vorgestellt

Von: amv
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S-Klasse
Olympiasieger Robert Harting (v.r.), Profi-Boxer Wladimir Klitschko, Walter Müller, Direktor der Mercedes-Benz-Niederlassung Berlin, und Ex-Formel-1-Fahrer David Coulthard posieren bei der Vorstellung der neuen S-Klasse in der Mercedes-Welt Berlin. Foto: dpa

Stuttgart. „Wo ist der beste Platz in der neuen S-Klasse?“ Die von Mercedes-Entwicklungsvorstand Thomas Weber gestellte Frage ist fast schon provokant, haben doch die Stuttgarter Autobauer bei der neuen Generation auf jedes noch so kleine Detail geachtet.

So soll die Freude hinter dem Steuer mindestens so exzellent ist, wie der Genuss, chauffiert zu werden. Egal, wo man sitzt, der Luxusliner bietet geradezu ein Füllhorn an technischen Innovationen. Elektronik ahnt Bodenwellen und Schlaglöcher voraus oder kann im Stau allein fahren. Wie wohl kaum ein anderes Fahrzeug paart die S-Klasse Komfort und Sicherheit mit Kraft und Dynamik.

„Reisen, arbeiten, entspannen, in Ruhe genießen und sicher ankommen", so lautet der selbstgewählte Anspruch. Mit 5,16 Meter Länge - in der Langversion 5,24 Meter - lässt das Mercedes-Topmodell schon optisch keine Zweifel an seinem Rollenverständnis aufkommen. Die Designer fanden in der Kombination aus kraftvollen Flächen und dynamischen Kanten eine gelungene Mischung aus klassischer Tradition und modernem Anspruch.

Das Verständnis der S-Klasse als Statussymbol definiert zudem der im Vergleich zum Vorgänger größer gewordene und sehr aufrecht stehende Kühlergrill. Spitzenansprüchen gerecht wird ebenso der Innenraum. Edelste Materialien, feinste Verarbeitung und augenschmeichelnden Formen dominieren das Interieur. Die Fülle an Details, um das Leben an Bord so angenehm wie möglich zu machen, ist schier riesig. Viel Wert legten die Entwickler der S-Klasse auch auf die Nutzung als mobiles Büro mit Internetanschluss an Bord oder Diktier- und Vorlesefunktion für SMS und Emails.

Frei nach dem Motto, dass der größte Luxus jener ist, der ein perfektes Umfeld schafft ohne dass man merkt, was dahinter steckt, reagiert beispielsweise die Steuerung der Klimaanlage auf die Einstrahlung der Sonne sowie - per Navigationsdaten - auf die Fahrtrichtung, um dementsprechend die besonders erwärmten Fahrzeugbereiche zu kühlen. Zu den fahrdynamischen Annehmlichkeiten des Mercedes-Flaggschiffs zählt eine verblüffende Handlichkeit trotz der Fahrzeuglänge und die serienmäßige Luftfederung neuester Generation filtert beinahe alle Unebenheiten des Straßenbelags weg.

Sind zudem eine Stereo-Kamera und das so genannte ABC-Fahrwerk an Bord (Magic Body Control: 5.057 Euro), dann tasten Sensoren die Straßen vor dem Wagen ab und senden Daten über Schlaglöcher oder Erhebungen im Asphalt ans Fahrwerk. Dieses verändert dann in Sekundenbruchteilen die Hydraulik der Federn und lässt den Wagen sanft über die Straße hinweg gleiten. Dieses „sehende Fahrwerk" ist allerdings nur eines von mehr als 20 Assistenzsystemen, die für die S-Klasse zur Verfügung stehen. Im Stop-and-Go-Verkehr, beziehungsweise bis zu Tempo 60 folgt der Wagen selbstständig dem Vordermann, bremst ab, fährt wieder an und lenkt - vorausgesetzt des Fahrers Hände berühren das Lenkrad.

Zur Markteinführung Ende des Monats beginnt die neue S-Klasse mit der Version S 350 Bluetec (258 PS/79.789,50 Euro). Der durchzugsstarke Dreiliter-V6-Diesel zeigt kraftvollen Antritt und soll laut Norm nur 5,5 Litern verbrauchen. Der S 400 Hybrid (85.204/104.601 Euro) ersetzt den bisherigen S 350 und kommt laut Mercedes mit 6,3 Litern anstelle der bisherigen 7,6 Liter aus.

Die Kombination aus einem 306 PS starken 3,5-Liter-Benziner mit einem 27 PS starken E-Motor sorgt vor allem bei Stop-and-Go-Fahrten oder in der Stadt für einen geringen Spritbedarf. Ganz so zurückhaltend ist das Top-Aggregat der 4,6-Liter-V8 (455 PS) im S 500 (104.601 Euro) erwartungsgemäß nicht. Sein Verbrauch ist in den Datenblättern zwar mit 8,6 Litern angegeben. In der Praxis dürfte dieser Wert aber eher im zweistelligen Bereich liegen. Bei ersten Fahreindrücken mit dem S 300 Bluetec Hybrid, einem 2,2-Liter-Vierzylinder-Diesel (204 PS) sowie einem Elektromotor (27 PS) wird die von Vorstand Thomas Weber angekündigte Vier beim Spritbedarf nach einer 50-Kilometer-Runde zwar nicht erreicht. Aber ein Wert von 5,6 Litern bei gemäßigter Fahrweise mit kleinen Zwischenspurts ist mit einer Zwei-Tonnen-Limousine nicht wirklich zu verachten.

Noch weniger Treibstoff soll im S 500 Plugin-Hybrid, der auf der IAA Premiere feiert und Anfang 2014 in den Handel kommt, durch die Leitungen fließen. Die Batterie, aus dem der E-Motor die Energie bezieht, lässt sich sowohl während der Fahrt als auch an der Steckdose aufladen. Noch machen die Mercedes-Mann aus der genauen Leistung von V6-Triebwerk und Elektromotor ein Geheimnis. Klar ist aber schon jetzt, dass der CO2-Ausstoß unter der Marke von 75 Gramm liegen wird. Sabine Neumann

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