Kleinlaster sind keine Mängelzwerge

Von: amv
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Losheim am See. Sie bringen die Zeitung und das frische Gemüse oder die sehnsüchtig erwarteten Dinge aus dem Internethandel, Kleinlaster bis 3,5 Tonnen Gewicht. Umgangssprachlich oftmals „Sprinter“ genannt.

2,1 Millionen Fahrzeuge dieser Art zählt das Kraftfahrt-Bundesamt im Jahr 2014. Die Sachverständigenorganisation KÜS in Losheim am See hat nun aus ihren 2,8 Millionen Hauptuntersuchungen des vergangenen Jahres die Mängelbilanz der Kleinlaster mit der der Personenkraftwagen verglichen.

„Es zeigt sich, dass diese vorwiegend beruflich genutzten Fahrzeuge in den sicherheitsrelevanten Bereichen mehr Mängel haben als Personenkraftwagen“, fasst KÜS-Geschäftsführer Peter Schuler die Analyse zusammen. Ohne Mängel fuhren 2014 knapp 49 Prozent der Kleinlaster aus den Prüfhallen der KÜS, bei den Personenkraftwagen (PKW) waren es immerhin 56,3 Prozent.

Bei den geringen Mängeln waren es bei den 3,5-Tonnern 22,5 Prozent, bei den Pkw 18,4 Prozent. Im Bereich der erheblichen Mängel wird bei der Hauptuntersuchung die Plakette verweigert. Die Fahrzeuge müssen repariert werden und wieder zur Nachuntersuchung in die Prüfhalle. 28,5 Prozent der Kleinlaster ereilte dieses Schicksal 2014.

Bei den Pkw waren es 25,3 Prozent. Verkehrsunsicher und damit aus dem Verkehr gezogen, wurden 0,06 Prozent der von der KÜS überprüften Kleintransporter und 0,04 Prozent der Personenkraftwagen. Wenn man genauer hinsieht und die Zahlen in einzelnen Mängelgruppen vergleicht, wird das Bild für die Kleinlaster bis 3,5 Tonnen nicht besser.

Gerade in den sicherheitsrelevanten Mängelgruppen sind sie schlechter als die Personenkraftwagen. Bei der Bremsanlage etwa weisen die Kleinlaster 31 Prozent Mängel auf, die Pkw 30 Prozent, die Lenkanlage wird bei den 3,5-Tonnern mit elf Prozent Mängel notiert, die Pkw mit sieben Prozent. Auch im Bereich Fahrgestell und Rahmen liegt der Kleinlasterbereich mit 20 Prozent dokumentierten Mängeln vor den Personenkraftwagen mit 15 Prozent.

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