Kia will mit Hybridmodellen Zeitzeichen setzen

Von: Sabine Neumann
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Kia Optima Plug-in-Hybrid
Schon jetzt beim Händler steht die Kombivariante des Optima Plug-in-Hybrid. Foto: obs/KIA Motors Deutschland GmbH

Frankfurt. „Wir befinden uns in einer Zeit des Umbruchs - für den wir mit passenden Alternativen vorbereitet sein müssen.“ Kia Deutschland-Geschäftsführer Steffen Cost ist davon überzeugt, dass es in der Automobilindustrie keine Patentlösung für emissionsarme Fahrzeuge geben wird.

„Wir gehen vielmehr davon aus, dass über einen längeren Zeitraum unterschiedliche umweltfreundliche Antriebskonzepte im Wettbewerb stehen werden.“ Da dazu zweifelsohne auch Elektrofahrzeuge und Hybride gehören, erweitert der koreanische Hersteller mit dem Optima Sportswagon Plug-in Hybrid sein Angebot in diesem Bereich.

Mittlerweile liegt der Anteil der Zulassungen mit alternativen Antrieben bei Kia immerhin bei zehn Prozent. Das soll noch gesteigert werden. Bis 2020 werden deshalb noch weitere elf so genannte Eco-Modelle auf den Markt kommen: fünf neue Hybride, vier Plug-in-Hybride, vier reine E-Autos und ein Brennstoffzellenfahrzeug kündigt Cost Jahre an. Schon jetzt beim Händler steht die Kombivariante des Optima Plug-in-Hybrid.

Das Parallelhybridsystem mit einer Gesamtleistung von 205 PS besteht aus einem Zweiliter-Benzinaggregat (156 PS), einer sechsstufigen Automatik, einem an das Getriebe gekoppelten E-Motor (68 PS) sowie einer Lithium-Ionen-Polymer-Batterie mit einer Kapazität von 11,3 Kilowattstunden (kWh). Dank der etwas größeren Batterie als in der Limousine (9,8 kWh) kann der Kombi etwas weiter rein elektrisch fahren als sie. Laut Hersteller soll es eine komplette Ladung für bis zu 62 Kilometern reichen.

Apropos Ladung: Die Ladezeit für den Akku an der Haushaltssteckdose gibt Kia mit etwas weniger als fünf Stunden an. Beim Schnellladen sind es drei Stunden. Dabei ist der Akku so kompakt gebaut, dass der Laderaum des Kombis lediglich sieben Prozent im Vergleich zur herkömmlich angetriebenen Version verliert. So stehen immer noch zwischen 440 Liter und 1574 Liter zur Verfügung.

Von 0 auf 100 in weniger als zehn Sekunden

Unterwegs macht sich die Elektrifizierung aber vor allem beim Beschleunigen bemerkbar. Der Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 gelingt in weniger als zehn Sekunden (Werksangaben). Auch bei Überholmanövern zeigt der 4,86 Meter lange Kia gerne, was in ihm steckt. Das Drehmoment von 375 Newtonmetern (Nm) sorgt für entsprechende Durchzugskraft. Bis Tempo 120 kann komplett elektrisch gefahren werden.

Neben dem Optima (41.940 Euro) hat Kia mit dem ebenfalls mit Plug-in-Antrieb versehenen Crossover-Modell Niro (24.990 Euro) einen weiteren Pfeil in Köcher. Der E-Motor (61 PS) bezieht seine Energie aus einer Lithium-Ionen-Polymer-Batterie, die eine Kapazität von 8,9 Kilowattstunden (kWh) besitzt.

Gemeinsam mit dem 1,6-Liter-Benziner leistet das mit einem Sechsstufen-Doppelkupplungsgetriebe kombinierte System 141 PS. Die elektrische Reichweite soll laut Kia 58 Kilometer betragen. Den durchschnittlichen Verbrauch für den von September an lieferbaren Hybriden beziffert der koreanische Autobauer mit 1,3 Liter.

Das entspricht einem CO2-Austoß von 29 Gramm pro Kilometer. Noch weniger würde nur eine rein elektrische Version des Niro ausstoßen. Doch ob es die geben wird, das lässt Steffen Cost einstweilen noch offen.


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