Kia Picanto: Klein, aber markant

Von: amv
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Kia Picanto
Der Picanto: Mitt 3,60 Metern Außenlänge, 1,50 Metern Höhe und 1,60 Metern Breite präsentiert Kia ein knuffiges Wägelchen. Foto: Kia

Frankfurt. Ein stets aufmerksamer Blick auf den Tacho sollte nicht fehlen. In der Stadt verführt der kleine Kia Picanto rasch dazu, das Tempolimit zu überschreiten, so flink und wendig wie er ist. Doch auch bei Überlandfahrten erweist sich der Picanto als durchaus flottes Vehikel.

Eine Tugend, die man dem Viertürer auf den ersten Blick nicht unbedingt zutraut. Mit 3,60 Metern Außenlänge, 1,50 Metern Höhe und 1,60 Metern Breite präsentiert er sich vor allem erst einmal als ein knuffiges Wägelchen. Die nach hinten ansteigende Fensterlinie und eine markante Linienführung bei abgerundeten Formen würzen den koreanischen Mini allerdings schon mit einer Prise Dynamik. Große Lufteinlässe unter dem markentypischen Kühlergrill sollen, so Kia, „Entschlossenheit“ ausdrücken. Das optionale Sports-Pakets (390 Euro) steuert etwas muskulösere Stoßfänger - hinten in Diffusoroptik - sowie eine Doppelrohrauspuff-Anlage bei. Ein derart prägnant-gestyltes Auto ist den Kids dann wohl auch nicht peinlich, wenn sie damit von der Schule abgeholt werden. 

2,40 Meter Radstand bedeuten nicht nur kurze Überhänge, sondern geben einen ersten Hinweis, dass das Platzangebot im Innenraum überraschend großzügig ausfällt. Im Fond mangelt es dem Nachwuchs an nichts und selbst Erwachsene können hier noch vernünftig sitzen, sieht man von der relativ kurzen Oberschenkelauflage einmal ab. Als Fahrer fehlt einem eher eine Höhenverstellung des Lenkrades, um sich rundum wohl zu fühlen. Wie wohl man sich angesichts der zurückhaltenden Gestaltung des Passagierabteils fühlt, hängt vom eigenen Geschmack ab. Bis auf einige Zierelemente in Alu-Optik dominiert Schwarz. Bei der Instrumententafel und der Mittelkonsole konzentrierten sich die Picanto-Entwickler auf das Wesentliche. Was man nicht unbedingt benötigt, wurde weggelassen. Dem einen mag das zu nüchtern sein. Der andere findet es angenehm aufgeräumt und modern.  

Für die Tauglichkeit als Kindertaxi ist der Kofferraum nicht wirklich entscheidend. Mit 200 Litern Fassungsvolumen fällt der denn auch recht bescheiden aus, zumal sich selbst eine Klappkiste nur hineinstellen lässt, wenn man die Lehne der Rücksitzbank kurz löst. Klappt man diese insgesamt um, dann steigt das Platzangebot auf 870 Liter. Und schon ist der Wocheneinkauf für die Familie leicht verstaut.  Selbst vollgepackt kann man mit dem 85 PS starken 1,2-Liter-Benziner ohne weiteres auf eine größere Reise gehen.

Der Vierzylinder erweist sich als agiles, munteres und angenehm leises Aggregat. Die Höchstgeschwindigkeit von Tempo 175 (Werksangaben) ermöglicht es problemlos auf der Autobahn im Verkehr mitzuschwimmen. Ein frühzeitiges Zurückschalten verhindert an Steigungen, allzu viel an Fahrt zu verlieren und gibt genügend Kraft für die Beschleunigung bei Überholvorgängen. Bei einem Mix aus Stadt- und Überlandfahrten pendelt sich der Durchschnittsverbrauch bei gut sechs Litern ein (Normverbrauch 4,7 Liter). Das ist nicht wenig, aber immer noch akzeptabel. 

Die Abstimmung des Fahrwerks ist Kia gelungen, ausreichend komfortabel, um Unebenheiten der Straße nicht allzu heftig an die Insassen weiterzuleiten. Nur bei schnellen Kurvenfahrten schiebt der Picanto leicht über die Vorderräder, bleibt aber gut beherrschbar. Zudem punktet er mit seiner Wendigkeit, was seine Citytauglichkeit einmal mehr unterstreicht.  

Die Topversion Spirit bietet Klimaanlage, CD-Radio samt sechs Lautsprechern, Bluetooth-Freisprecheinrichtung, Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, elektrisch einstellbaren und beheizbaren Außenspiegeln, Multifunktions-Lederlenkrad, Leichtmetallfelgen, Privacy-Verglasung und Nebelscheinwerfern auf. Allerdings müssen dann 13.090 Euro für den Kia Picanto (Einstieg bei 9550 Euro) investiert werden. Das zeigt, auch Kia hat nichts zu verschenken, aber die umfangreiche Garantie bis sieben Jahre und 150.000 Kilometer ist in jedem Fall Serie.

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