Kia Picanto: Flink und geräumig

Von: Sabine Neumann, dapd
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Er sieht gut aus, bietet ausreichend Platz und eine flotte Gangart: Mit dem Kia Picanto ist man für die Stadt und den einen oder anderen Ausflug in die nähere Umgebung gut gerüstet. Auf diesem Terrain kann der kleine Koreaner seine Stärken in Sachen Größe und Wendigkeit am besten zur Geltung bringen. Foto: dapd

Frankfurt/Main. Er sieht gut aus, bietet ausreichend Platz und eine flotte Gangart: Mit dem Kia Picanto ist man für die Stadt und den einen oder anderen Ausflug in die nähere Umgebung gut gerüstet. Auf diesem Terrain kann der kleine Koreaner seine Stärken in Sachen Größe und Wendigkeit am besten zur Geltung bringen.

Die Karosserie des aktuellen Picanto-Jahrgangs wurde von dem deutschen Designer Peter Schreyer ganz auf den europäischen Geschmack abgestimmt. Schnittige, nach hinten oben ausgerichtete Linien und klare Flächen geben dem 3,60 Meter langen Kleinwagen ein modernes und schickes Aussehen.

Trotz seiner Kürze verfügt der Kia über fünf Türen. Das erleichtert den Zugang zur hinteren Sitzreihe. Mit dem Platz auf der Rückbank kommen zwei Erwachsene gut zurecht - vorausgesetzt, die Vordersitze wurden nicht ganz nach hinten geschoben. Die Kopffreiheit ist auf jeden Fall absolut ausreichend.

Die relativ kurzen Sitzflächen auf allen Plätzen machen sich bei längeren Fahrten allerdings störend bemerkbar. Da würde man sich dann doch etwas mehr Unterstützung für die Oberschenkel wünschen. Auf den Wunschzettel käme zudem eine Längsverstellung für das Lenkrad. Derzeit ist es nur in der Höhe variabel, wodurch eine wirklich ergonomische Sitzhaltung etwas Tüftelei mit der Lehnenposition bedarf.

Angenehme Atmosphäre im Innenraum

Die leicht geschwungene Armaturentafel mit den modern gezeichneten und intuitiv zu bedienenden Hebeln oder Schaltern sorgt dafür, dass der Fahrer jederzeit alles gut kontrollieren kann. Drei Rundinstrumente informieren über Geschwindigkeit und Drehzahl. Das Lenkrad ist griffig geformt und nimmt im unteren Teil die trapezartige Form des vorderen Lufteinlasses auf. Und auch die gewählten Materialien und deren ansprechende Verarbeitung unterstreichen, dass sich Kia vom Billig-Image verabschiedet hat und Wert darauf legt, seinen Kunden etwas zu bieten.

Kleinere Fächer im Innenraum sorgen dafür, dass Mobiltelefon, Schlüssel und Getränke sicher verstaut werden können. Der Gepäckraum bietet 200 Liter Volumen - das ist in dieser Klasse ein anständiger Wert. Beim Beladen des Picanto mit Getränke- oder Klappkisten muss man jedoch den richtigen Winkel finden, um das Transportgut passgenau unterzubringen. Klappt man die Sitze um, bleibt eine leichte Steigung in der Ladefläche. Der Kleine ist nun mal nicht wirklich als Lastenesel konzipiert. Einem Wochenendausflug mit kleinem Gepäck steht aber nichts im Weg.

Im Stadtverkehr kommt Fahrfreude auf

Das macht auch der Ein-Liter-Dreizylinder willig mit. Mit seinen 69 PS ist er erwartungsgemäß kein Ausbund an Dynamik, und so geht dem Picanto beim Beschleunigen an Steigungen oder aus dem Drehzahlkeller heraus schon mal die Puste aus. Doch im normalen Stadt- und Landstraßenverkehr ist der Wagen so flink und munter, dass durchaus Fahrfreude aufkommt. Das Fünf-Gang-Schaltgetriebe zeigt sich nur beim Einlegen des Rückwärtsganges ab und zu etwas hakelig. Ansonsten arbeitet es reibungslos.

Die Fahrwerksabstimmung ist eine gute Mischung aus komfortabel und straff. Die Passagiere werden weitgehend von Schlägen durch Löcher und Rillen im Straßenbelag verschont. In zügig gefahrenen Kurven zeigt sich der kleine Cityflitzer spurtreu und sicher. Eine Sicherheit, die im höchsten Ausstattungsniveau „Spirit” serienmäßig mit einer elektronischen Stabilitätskontrolle unterstützt wird. Für das Basismodell ist ESP hingegen gar nicht, ansonsten für 450 Euro im Paket mit einer Berganfahrhilfe und Scheibenbremsen hinten zu bestellen.

Umweltaspekt gegen Aufpreis

Das sogenannte „Komfortpaket” ist in jedem Fall aufpreispflichtig (760 Euro). Dafür gehört dann neben Klimaautomatik, Sitzheizung, Dämmerungssensor und Nebelscheinwerfern eine Stopp-Start-Automatik zum Lieferumfang. Sie soll laut Hersteller bis zu zehn Prozent beim Verbrauch einsparen. Mit 4,1 Litern im Durchschnitt steht der Fünftürer in der Normliste - gut fünf Liter sind im Alltag realistisch.

Realistisch ist auch der Einstiegspreis von 9.390 Euro - Tagfahrlicht und Bordcomputer inklusive. Gegen weitere 3.000 Euro sorgen in der Modellvariante „Spirit” zusätzlich Zentralverriegelung, höhenverstellbarer Fahrersitz, Klimaanlage, elektrisch anklappbare Außenspiegel und 15-Zoll-Felgen dafür, dass der Ausflug mit möglichst viel Komfort und bestem Aussehen begleitet wird.
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