Keine Narrenfreiheit für Autofahrer

Von: amv
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Alkohol
Ab 1,1 Promille sind die Fahrer absolut fahruntauglich. Foto: dpa

Aachen. Der Countdown für die Höhepunkte der diesjährigen Karnevalssaison läuft. Für Autofahrer allerdings hat die Narrenfreiheit Grenzen, denn bei Alkohol und Clownsmaske hört der Spaß auf. „Die Strafen nach einer Promille-Fahrt sind empfindlich hoch, der Führerschein schnell weg“, warnt Ulrich Köster vom Zentralverband des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK) in Bonn.

Masken und Kostüme gehören zur fünften Jahreszeit, keine Frage. Der Spaß an der Verkleidung hinter dem Steuer hört allerdings da auf, wo Sicht und Gehör beeinträchtigt sind. So schreibt es Paragraph (§) 23 der Straßenverkehrs-Ordnung vor. Das dafür fällige zehn Euro-Strafgeld ist sicher anderweitig besser angelegt. Andere erschrecken sollten die Jecken also im Karnevalszug, nicht aber im Auto.

Ein Promillewert bis 0,5 stellt an sich noch keine Ordnungswidrigkeit dar. Haucht sich der Fahrer allerdings bei einer Alkoholkontrolle nach einer Rauschtour mit Gefährdung oder Unfall auf 0,3 Promille, ist das bereits eine Straftat. Es drohen Punkte in Flensburg, ein hohes Bußgeld, Fahrverbot und sogar eine Freiheitsstrafe. Nicht genug damit: Die Haftpflichtversicherung kann Regress fordern und die Kasko-Leistungen kürzen oder ganz verweigern.

Aber auch ohne Ausfallerscheinungen und Unfallfolgen gehen die Strafen schnell ans Eingemachte: Erstmals ertappte Verkehrssünder mit einem Alkoholpegel ab 0,5 Promille riskieren 500 Euro Bußgeld, zwei Punkte und einen Monat Fahrverbot. Wiederholungstäter sind dann schon mit 1000 Euro und drei Monaten Fahrverbot dabei. Ab 1,1 Promille sind die Fahrer absolut fahruntauglich und müssen darüber hinaus mit einem Führerscheinentzug und gegebenenfalls einer Freiheitsstrafe rechnen.

Wer wissen will, welchen Promille-Wert er mit wie viel Alkohol erreicht und welche Strafen danach drohen, sollte einen Promille- und Bußgeldrechner nutzen. „Viele werden überrascht sein: Schon nach zwei Gläsern Rotwein erreicht beispielsweise eine 30-jährige, 1,65 Meter große und 55 Kilogramm schwere Karnevalistin einen Promille-Wert von 0,91.

Ein gleichaltriger, 1,80 Meter großer und 80 Kilo-Mann liegt nach einem Liter Bier bei 0,66 Promille“, rechnet Köster vor. Promillerechner hin oder her - das Unfallrisiko ist einfach zu hoch. Köster rät: „Wer auf Bier und Wein partout nicht verzichten will, sollte das Auto stehen lassen und auf Bus oder Bahn umsteigen.“

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