Jetzt den Pollenfilter wechseln

Von: amv
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Pollen
Schlechte Luft im Innenraum des Autos führt dazu, dass Insassen Fenster und Schiebedach öffnen. Das bedeutet: freien Einflug für Pollen. Foto: Thomas Warnack/dpa

München. Allergische Reaktionen sind beim Autofahren nicht nur lästig, sondern ein Sicherheitsrisiko. Konzentrations- und Reaktionsvermögen sinken und das Frühjahr ist erfahrungsgemäß die hohe Zeit von Pollenattacken. Dagegen wirken Innenraumfilter.

Die werden jedoch zu selten gewechselt, haben Fachleute von TÜV Süd in München beobachtet. Verschmutzte Exemplare machen nicht nur schlechte Luft, sondern verstärken sogar die Allergie-Belastung. Spätestens nach 15.000 Kilometer oder einmal jährlich sollten die Filter ersetzt werden.

Die Pollen- oder Partikelfilter sitzen üblicherweise unterhalb der Windschutzscheibe hinter dem Gebläse und fangen die Pollen auf ihrem Weg ins Fahrzeuginnere ab. Damit das Wageninnere auch wirklich eine pollenfreie Zone bleibt, muss der Filter von Zeit zu Zeit erneuert werden, zum Beispiel im Rahmen einer Inspektion. „Notieren Sie sich am besten den jeweils letzten Filterwechsel. Wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung nachlässt, den Wechsel des Pollenfilters einfach vorziehen“, rät Eberhard Lang von TÜV Süd.

Ein unzureichender Filtereffekt endet in einem Teufelskreis. Weniger frische Luft, die Scheiben beschlagen, und im angesammelten Schmutz bilden sich Bakterien, Schimmel und dadurch schlechte Gerüche. Die schlechte Luft führt wiederum dazu, dass Insassen Fenster und Schiebedach öffnen. Das bedeutet: freien Einflug für Pollen.

Einfache Pollenfilter nehmen Partikel wie Feinstaub, Pilzsporen, Dieselruß oder Pollen auf und verhindern, dass sie in den Innenraum des Fahrzeugs gelangen. Zusätzlichen Schutz bieten Kombifilter, erläutert Lang. Sie sind mit Aktivkohle beschichtet und filtern unangenehme Gerüche sowie schädliche Gase, wie Ozon oder Benzol.

„Pollenfilter wechseln ist in der Regel eine einfache Angelegenheit und dauert etwa eine Viertelstunde“, ermuntert der TÜV Süd-Fachmann. Achtung: Manche Filter funktionieren nur in eine Richtung. Bei solchen Modellen auf die Einbaurichtung achten (air flow). Zudem sollte man selbst Pollenattacken vorbeugen, rät Lang: „Bäume spenden nicht nur Schatten, sondern lassen zudem Pollen aufs Fahrzeug regnen.“ Bei der Rückkehr zum geparkten Auto sollten deshalb der Mantel oder die Jacke besser im Kofferraum verstaut werden, damit sich die anhaftenden Pollen vom Spaziergang nicht auf der Rücksitzbank verteilen.

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