Jaguar F-Pace 3.0 D AWD R-Sport: Der erste seiner Art

Von: amv
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Jaguar F-Pace
Das serienreife SUV-Modell will Jaguar Ende 2017 vorstellen. Die ersten Fahrzeuge sollen 2018 ausgeliefert werden. Foto: Jaguar

Schwalbach. Mit dem F-Pace betrat Jaguar neues Terrain, inzwischen so erfolgreich, dass weitere SUV-Modelle nur eine Frage der Zeit sind. So präsentiert der britische Autohersteller auf der Automesse in Los Angeles (18. bis 27. November) sein erstes elektrisches Straßenauto - eine Studie des Jaguar I-Pace.

Das serienreife SUV-Modell will Jaguar Ende 2017 vorstellen. Die ersten Fahrzeuge sollen 2018 ausgeliefert werden. Traditionalisten unter Jaguar-Liebhabern mag die neue Modellreihe wie ein Frevel erschienen sein. Schließlich erwarb sich der 1922 gegründete Autobauer seinen Ruf mit sportlich-eleganten Roadstern, Coupes und Limousinen.

Wie bei den aktuellen Baureihen F-Type, XJ, XE, XK und XF setzt Jaguar auch bei seinem ersten SUV auf Technik und Design. In der Variante R-Sport (Basispreis: 63.830/Testwagenpreis: 81.780 Euro) wird das gelungene Design des Boulevard-Offroader mit einigen sportiven Accessoires nachgewürzt. Etwa spezielle Frontstoßfänger sowie eine extra Heckschürze. Auch die Türverkleidung erhält ein spezielles Design samt einer schwarzen Zierleiste.

Die seitlichen Luftauslässe sind in mattem Chrom gehalten. In der Mitte prangt das R-Sport-Emblem. Das Interieur wirkt ebenfalls sportlich und modern, allerdings an manchen Stellen dank Verwendung von billig-wirkendem Hartplastik nicht besonders artgerecht. Andererseits strahlt auf den Edelstahleinstiegsleisten ein beleuchteter Jaguar-Schriftzug, das Ambientelicht kann in gefühlt zehn verschiedenen Farben variiert werden und die Einbindung eines Smartphones in das bordeigene Infotainmentsystem gelingt problemlos.

Die Armaturen (Tacho/Drehzahlmesser) sind digital sowie individuell wählbar, liefern jedoch nicht solch gestochen-scharfe Darstellungen wie Konkurrenzmodelle. Was von Menschenhand bedient werden will, findet sich ohne großes Studium der Betriebsanleitung. Vier Erwachsene finden rundum großzügige Platzverhältnisse vor samt bequemen Sitzpositionen. Bei der Variabilität lässt es der F-Pace im Fond mit der dreigeteilten Rücksitzlehne bewenden. Nach dem Umlegen entsteht eine plane Fläche von gut 1,70 Meter Länge.

Das maximale Kofferraumvolumen beträgt 1740 Liter. Bevor man dies nutzen kann, gilt es die knapp 75 Zentimeter hohe Ladekante zu überwinden. Unterwegs zeigt sich rasch, dass der F-Pace nicht nur Komfort offeriert, sondern man ebenso sportliche Ambitionen bei beherzten Kurvenfahrten ausleben kann. Die elektromechanische Lenkung zeigt sich so angenehm direkt, dass es im Zusammenspiel mit dem recht straff abgestimmten Fahrwerk Spaß macht, ums Eck zu fegen.

Für einen 1,8-Tonner lässt sich der F-Pace verblüffend behände bewegen und bleibt selbst in sehr engen Kurven in der Spur bis die Elektronik allzu ungestümes Vorwärtspreschen wieder in sicheres Fahrwasser steuert. Das hohe Sicherheitsgefühl unterstützt zudem die wirkungsvolle, gut dosierbare Bremse. Offenkundig haben die Entwickler des F-Pace nicht vergessen, was man von einem Jaguar im Kapitel Fahrdynamik erwartet - selbst als SUV.

Dieser Erwartungshaltung wird ebenso der Drei-Liter-Diesel gerecht. Er gehört zu den kultiviertesten Vertretern seiner Art, konsumiert im Alltagbetrieb etwa 8,5 Liter je 100 Kilometer und schickt 300 PS Richtung Räder mit einem famosen Drehmoment von 700 Newtonmeter bei nur 2000 Umdrehungen in der Minute. Eine Achtgang-Automatik portioniert situationsgerecht die Kraftübertragung.

Wenn man mag, rennt der F-Pace 241 Kilometer pro Stunde (km/h) und sprintet in 6,2 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 - wenn man mag. Das gilt ebenso für Ausflüge ins Gelände. Der Allradantrieb passt perfekt. Er partizipiert vom Know-How des Schwesterunternehmens Land Rover und besitzt Fahrprogramme für normales Fahren, Schnee sowie Schotter.

Durch die vollvariable Regelung können bis zu 100 Prozent der Kraft an eine Achse geleitet werden. Normalerweise schickt das Verteilergetriebe mit Lamellenkupplung so viel Kraft wie möglich nach hinten. Mit der ausgeklügelten Technik kann selbst ein Gelände-Laie die Wattiefe von mehr als 50 Zentimeter ausloten oder die Bodenfreiheit von 21,5 Zentimeter nutzen - wenn man mag.

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