Innenraumpflege beim Auto: Schritt für Schritt zu neuem Glanz

Von: amv
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München. Schnell mit dem Auto durch die Waschanlage, kurz nachgewischt, fertig. Ein Blick ins Fahrzeuginnere offenbart jedoch: Schokoladenflecken auf den Sitzen, Krümel in den Ledernähten oder klebriger Blütenstaub auf dem Armaturenbrett. Die Urlaubsfahrt hat ihre Spuren hinterlassen.

„Doch mit ein bisschen Systematik, ein paar Tricks und etwas Zeit lassen sich solche unliebsamen Reiserinnerung tilgen“, beruhigt Norbert Ollek von der Tüv-Süd-Tochter APZ in München.

Bevor mit der Reinigung des Fahrzeuginnenraums begonnen wird, sollten einige Utensilien griffbereit in Stellung gebracht werden: Staubsauger, Glasreiniger, Polsterschaum, eventuell Lederpflege, Kunststoffpflegemittel, Fleckenwasser, ein Schwamm, Bürsten (Zahnbürste für kleine Ecken und Winkel) sowie ein Microfasertuch. Strom und Wasser sollten überdies verfügbar sein.

Die Reinigung beginnen die Fachleute immer von oben nach unten. Den Dachhimmel aus Stoff säubert man am besten mit dem Staubsauger. Dann sollten die Fußmatten entfernt, danach der gesamte Innenraum gründlich ausgesaugt und anschließend Luftschlitze, Lehnen, Handschuhfach und Aschenbecher mit einem feuchten Lappen oder mit einem neutralen Reiniger geputzt werden. Wichtig: Bei der Reinigung des Innenraums den Kofferraum nicht vergessen. Gerade hier und insbesondere in der Reserveradmulde sammelt sich schnell Schmutz.

Armaturenbrett und Cockpit: Um Kunststoffteile auf Hochglanz zu polieren oder matte Oberflächen aufzufrischen, bietet der Handel unzählige Mittelchen und Sprays an. Für welches man sich entscheidet, ist nicht allein eine Frage des Geschmacks und des Preises. Einige Reiniger greifen das Material an, was insbesondere an hochsensiblen Stellen, vor allem im Airbag-Bereich, lebensgefährlich sein kann. „Es empfiehlt sich daher, sich für Markenprodukte zu entscheiden“, legt Fachmann Ollek den Amateurputzern ans Herz.

Gerade für die Pflege des Armaturenbretts reicht meistens aber auch schon klares Wasser und ein sauberes, fusselfreies Tuch. Sollte das im Einzelfall mal nicht ausreichen, einfach ein lösungsmittelfreies Cockpitspray direkt auf den Schwamm sprühen, die Kunststoffteile einreiben und mit einem Microfasertuch nachpolieren.

Hundehaare, Filzstifte, Schokolade oder Kaugummi sind natürlich Feinde eines gepflegten Interieurs und erfordern eine Spezialbehandlung. „Wer Tierhaaren mit Wasser zu Leibe rückt, erreicht lediglich, dass die Haare ins Polster einziehen. Hier helfen nur ein starker Staubsauger und eine Gummibürste“, weiß Ollek.

Kleinen Filzstift-Kunstwerken begegnet man am besten mit Fleckenentfernern aus dem Drogeriemarkt. Schokoladenreste sollten zunächst vorsichtig mit einer Bürste entfernt werden, bevor man den Fleck mit einem Tuch auftupft. Bloß nicht reiben. Bei hartnäckigen Flecken hilft nur ein Fleckenentferner.

Den berühmten Kaugummi im Polster oder auf dem Teppich vereist man zunächst mit einem Kältespray, bevor man ihn vorsichtig aus den Fasern bricht.

Risiken und Nebenwirkungen: Wenn bei der Reinigung des Innenraums Kunststoffpflegemittel auf die Pedale, das Lenkrad oder die Handbremse gelangen, droht Lebensgefahr, da Cockpit-Sprays das Material zwar geschmeidig, aber auch spiegelglatt machen. Die Experten von Tüv-Süd weisen ferner darauf hin, dass bei der Pflege der Instrumententafel und den Oberflächen der Airbagmodule keine lösungsmittelhaltigen Reiniger verwendet werden dürfen, weil sie das Material und die Sollbruchstellen des Airbags angreifen, porös machen und irreparabel beschädigen. Norbert Ollek: „Grundsätzlich gilt, Haushalts- oder Geschirrspülmittel sind bei der Fahrzeuginnenreinigung absolut tabu.“

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