Hyundai i30 Turbo: Ein Kompakter mit Sportsgeist

Von: amv
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Hyundai i30 turbo
Hingucker: Der Hyundai i30 Turbo beim Genfer Autosalon im März 2015. Foto: epa/Martial Trezzini

Frankfurt. Sportlichkeit und Vernunft schließen sich beim Autokauf aus? Das muss kein Dogma sein, wie der Hyundai i30 Turbo zeigt. Mit dem Kompakten kommt der Spaß nicht zu kurz und er taugt ebenso für den Alltag.

Muskelspiel auf die dezente Weise zeigt schon der erste Blick auf das leistungsstärkste Modell der Baureihe. Anders als bei den Seriengeschwistern ist der von einem breiten Chromband umrahmte Kühlergrill in Schwarz gehalten. Eine rote Zierleiste betont die Spoilerlippe. Während an der Front schwarze Kühlluftöffnungen anstelle der Nebelscheinwerfer auf die Kraft unter der Haube hinweisen, sind es am Heck der ebenfalls rot umrandete, muskulöse Stoßfänger mit Diffusor und einer doppelflutigen Auspuffanlage. Serienmäßige 18-Zöller aus Leichtmetall runden die ansehnliche Optik des 4,30 Meter langen Wagens ab.

Auch im großzügig bemessenen Innenraum ist dem i30 deutlich anzusehen, dass er seine Existenzberechtigung nicht nur auf überwiegend sportlicher Ebene sieht. Die große Beinfreiheit für die Passagiere auf der Rückbank aufgrund eines Radstands von 2,65 Metern ist dafür ein Beispiel. Der problemlose Transport von großem Gepäck ein anderes. Die weit geschnittene Laderaumöffnung sowie die angenehm niedrige Ladekante mit nur einer kleinen Stufe zum Gepäckboden machen es leicht, sperriges Ladegut zu verstauen. Das Volumen lässt sich mit wenigen Handgriffen von 378 auf 1316 Litern erweitern.

Ungeachtet solcher praktischer Parameter ruft der kompakte Turbo mit vielen Details immer wieder seine sportliche Attitüde in Erinnerung: den Startknopf ziert ein roter Ring; rot ist ebenso die Plakette im Schaltknauf; rote Nähte betonen nicht nur das Leder-Multifunktionslenkrad, sondern auch den sportlichen Schnitt der Sitze mit sicheren Halt gebenden Seitenwangen. Und im gut sortierten und übersichtlich gestalteten Armaturenträger liegen Instrumente mit einer engen Skalierung und - einem roten Zeiger.

Gleichwohl muss sich der i30 bei seinen Leistungsangaben nicht schämen und rot werden. Schließlich generiert der mit einem eng abgestuften Sechsgang-Getriebe kombinierte 1,6-Liter-Vierzylinder nicht zu verachtende 186 PS und ein maximales Drehmoment von 265 Newtonmetern zwischen 1500 und 4500 Umdrehungen. In acht Sekunden sprintet der Wagen aus dem Stand auf Tempo 100, von 80 auf 120 Kilometer pro Stunde (km/h) dauert es gerade einmal 7,9 Sekunden (Werksangaben).

Ein Gang zurückgeschaltet, energisch aufs Gas und schon werden zügige Überholmanöver zu einem Kinderspiel. Dazu vermittelt ein sauber abgestimmtes Fahrwerk, das jederzeit einen guten und sicheren Kontakt zur Straße, ohne dabei - und an dieser Stelle unterscheidet sich der Hyundai von manchem Wettbewerber - dabei die Muskeln und Gelenke der Insassen zu traktieren. Selbst wenn es in engen Kurven besonders agil und dynamisch zur Sache geht, längere Fahrten oder der alltägliche Stadtverkehr haben mit dem Hyundai ebenfalls durchaus einen hohen Spaßfaktor. Mit einem Praxisverbrauch von knapp neun Litern ist das Kraftpaket beim Spritbedarf allerdings wenig zurückhaltend. Laut Hyundai soll der durchschnittliche Durst im Normzyklus bei 7,3 Litern liegen.

Großzügig zeigt sich Hyundai in Sachen Ausstattung. Im Preis von 23 850 Euro ist von elektrisch einstell-, beheiz- und anklappbaren Außenspiegeln, Klimaautomatik, Tempomat, Audio-Anlage mit Bluetooth-Freisprecheinrichtung inklusive Sprachsteuerung und Audio-Streaming von Smartphones bis hin zu Licht- und Regensensor, Einparkhilfe oder Berganfahrassistent alles enthalten. Bleiben als Zusatzanschaffung nur noch als Navigationssystem (1300 Euro) oder der schlüssellose Zugang, bei dem die Türgriffe aufleuchten, sobald man sich dem Fahrzeug nähert (750 Euro). Dann kommt zu Vernunft und Sportlichkeit noch ein wenig Luxus hinzu.

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