Hohe Bußgelder: Im Ausland können Urlaubssünden sehr teuer werden

Letzte Aktualisierung:
amv bußgeld italien
Während Deutschland noch vergleichsweise tolerant mit Verkehrssündern umgeht, kann es im Ausland extrem teuer werden. Foto: Kai Remmers

Köln. Andere Länder, andere Verkehrs-Sitten und wer sich nicht dran hält, den erwartet ein Denkzettel. In Italien kann die Polizei beispielsweise bei 1,5 Promille das Auto oder Motorrad enteignen und zwangsversteigern lassen, insofern der Fahrer auch der Halter ist. Bereits ab 0,2 Promille dürfen die norwegischen Ordnungshüter ein Bußgeld in Höhe von 600 Euro und mehr verhängen.

Mit einer Gefängnisstrafe müssen stark alkoholisierte Fahrer etwa in Schweden, Polen oder Spanien rechnen. Darauf macht der TÜV Rheinland in Köln aufmerksam. „Um teure und ärgerliche Strafen zu vermeiden sollten sich Autourlauber vor dem Start genau über die Regeln im Reiseland informieren. Auf Nummer sicher geht, wer sich bei den Konsulaten oder Fremdenverkehrsämtern Infos über die jeweiligen Länder besorgt“, empfiehlt Hans-Ulrich Sander, Kraftfahrtexperte von TÜV Rheinland.

Temposünder erwarten zum Beispiel in Norwegen bei einer Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit von 20 Kilometern pro Stunde (km/h) Bußgelder von mindestens 420 Euro. Auch die Italiener und Schweizer ahnden derartige Verstöße hart (ab 170 Euro). In Großbritannien sind immerhin 140 Euro zu zahlen. Hier gilt zudem besondere Vorsicht, da die Geschwindigkeit in Meilen angegeben wird.

Erlaubt sind innerhalb geschlossener Ortschaften in der Regel 30 Meilen (48 km/h), auf Landstraßen 60 (96 km/h) und auf Autobahnen maximal 70 Meilen (112 km/h). Auch wer ohne Freisprecheinrichtung im Auto telefoniert, muss in den Nachbarländern mit zum Teil saftigen Bußgeldern rechnen: Die niederländische „Politie“ kassiert dann 230 Euro, die dänische „Politi“ 200 Euro und die italienische „Polizia“ 160 Euro. Falschparker wiederum müssen in Spanien bis zu 200 Euro berappen, in Norwegen und den Niederlanden jeweils 90 Euro.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert