Hilfe hinter der Sonnenblende

Von: amv
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Rettungskarte
Der ADAC hat eine Rettungskarte für die verschiedenen Automodelle entwickelt, die Auskunft darüber gibt, an welchen Punkten der Karosserie die Rettungskräfte mit ihren Werkzeugen ansetzen müssen um möglichst schnell an die Unfallopfer zu gelangen. Ein Aufkleber an der Windschutzscheibe zeigt den Rettern an, dass eine solche Karte hinter der Sonnenblende des Fahrers verstaut ist. Foto: dpa

Stuttgart. Moderne Technik kann die Rettung von Verletzten nach einem Verkehrsunfall verzögern. Um beispielsweise hydraulisches Rettungsgerät einzusetzen zu können, müssen die Einsatzkräfte wissen, „an welchen Stellen besser nicht geschnitten wird, wo Airbags verbaut sind oder Hochvoltleitungen verlaufen“, skizziert Markus Egelhaaf, Unfallforscher der Dekra in Stuttgart, das Problem.

Abhilfe bieten die von den Automobilherstellern und -importeuren kostenlos bereitgestellten Rettungskarten mit allen für die Feuerwehren wichtigen Informationen über das jeweilige Fahrzeug. Egelhaaf: „Damit die Rettungskräfte an der Einsatzstelle schnell auf die richtigen Informationen zugreifen können, hat man sich darauf verständigt, das passende Datenblatt hinter der Sonnenblende des Fahrersitzes anzubringen.“

Seit dem Jahr 2013 ist in Deutschland auch eine Onlineabfrage möglich. Damit können die Feuerwehren über das Kennzeichen des Unfallfahrzeuges alle erforderlichen Informationen bereits bei der Anfahrt abrufen und am Unfallort noch schneller helfen. Dieses System befindet sich aber noch im Aufbau.  

Deshalb bietet sich die Rettungskarte als Zwischenlösung an, empfiehlt der Dekra-Fachmann. Im Internet hat die Sachverständigenorganisation eine Zusammenstellung verfügbarer Rettungskarten eingestellt (http://www.dekra.de/rettungskarten-zum-download).

Dort kann man sich die individuelle Rettungskarte seines Fahrzeuges herunterladen, dann in Farbe ausdrucken und hinter der Sonnenblende platzieren. Zudem gibt es über den Link einen Aufkleber „Rettungskarte im Fahrzeug“. Er sollte links oben oder unten an der Frontscheibe angebracht werden.

Nach den Erfahrungen von Feuerwehr und anderen Hilfsdiensten lässt sich mit der Karte die durchschnittliche Rettungszeit auf ein Drittel verkürzen.

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