Günstige Tarife vor allem für junge Fahrer

Von: amv
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Fahranfänger können bei Ihrer Kfz-Versicherung mehrere Hundert Euro sparen. Foto: Jens Schierenbeck

Berlin. Fahranfänger können bei Ihrer Kfz-Versicherung mehrere Hundert Euro sparen. Darauf macht die Stiftung Warentest in Berlin in der Mai-Ausgabe ihrer Zeitschrift Finanztest aufmerksam. Dazu müssen sie allerdings einen sogenannten Telematik-Tarif wählen.

Hintergrund: Von Fahranfängern verlangen Autoversicherer deutlich höhere Preise für die Kfz-Haftpflicht und die Kaskoversicherung, weil junge Leute deutlich mehr Unfälle verursachen als ältere. Mit Telematik kann der Versicherer das Fahrverhalten jedes Kunden individuell messen und so sein Risiko präzise einschätzen. Das gibt jungen Fahrern für ihren persönlichen Einzelfall die Möglichkeit nachzuweisen, dass sie betont vorsichtig fahren.

Mit Telematik nutzen Versicherer neben den üblichen Einstufungsmerkmalen wie Alter, Beruf, Jahreskilometer oder Schadenfreiheitsklasse zusätzlich einen Punktwert, der aus dem individuellen Fahrstil errechnet wird. Berücksichtigt werden dabei vor allem Geschwindigkeit, scharfes Bremsen, Beschleunigen, Straßentyp (Autobahn oder innerorts), Nachtfahrten und Kurventempo.

Günstige Telematikangebote lagen nach den Berechnungen der Verbraucherschützer für den Modellkunden, einen 19-jährigen Golf-Fahrer, um die 800 Euro. Der günstigste Tarif ohne Telematik kostete 1057 Euro. Wer wissen will, welches die für ihn günstigsten Kfz-Versicherungen sind, kann sich von der Stiftung Warentest unter www.test.de/analyse-kfz für 7,50 Euro eine unabhängige Auswertung machen lassen.

Um das Fahrverhalten zu ermitteln, nutzen Versicherer entweder eine App fürs Smartphone oder eine Telematik-Box. Die Box kann fest eingebaut werden und sendet alle relevanten Daten über Mobilfunk. Eine Alternative dazu: Ein Stecker, der direkt in die elektronische Diagnose-Schnittstelle des Pkw kommt.

Datenschutzgründe gegen Telematik stehen die Verbraucherschützer gelassen gegenüber. Wer gegen Telematik sei, sollte wissen, dass in modernen Autos mehrere Dutzend elektronische Systeme automatisch jede Menge Daten wie Kilometerzahl, Drehzahl oder Bremsvorgänge sammeln und sie laufend an den Hersteller funken, argumentieren sie. Auch Werkstätten könnten diese Daten auslesen. Beim Einsatz von Telematik nutzten Versicherer ein Verschlüsselungssystem, so dass am Ende nur der Punktwert für den Fahrstil dem Fahrer zugeordnet werden könne, aber nicht die einzelnen Daten.

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