Große Sicherheitsunterschiede bei Cabrios

Von: amv
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München. Deutliche Unterschiede in puncto Sicherheit hat der ADAC in München bei einem Überschlagstest von vier Cabrios ermittelt. Der Opel Cascada und der Renault Mégane CC erhielten ein „gut“. Beiden bescheinigten die Tester gute Werte für den Insassenschutz.

Die erste Sitzreihe im Opel hatte befriedigende Werte bei der Verformung der A-Säule. Die zweite Sitzreihe überzeugte bei den statischen und dynamischen Versuchen durch ein hohes Sicherheitsniveau. Note: gut. Beim Renault sind die Passagiere auf der hinteren Sitzreihe gut geschützt, Fahrer und Beifahrer hatten jedoch höhere Belastungswerte am Kopf, der Kontakt mit der Straße hatte. Insgesamt ein „Gut“.

Beim Peugeot 308 CC, blieb der Schutzraum intakt. Der Gurtstraffer war für die Dummys aber in der ersten Reihe nicht straff genug. Ihre Köpfe hatten deutlichen Kontakt mit der Straße. Die Fond-Insassen hingegen hatten befriedigende Werte beim Kopfkontakt. Gesamtnote: „befriedigend“.

Ein „ausreichend“ kassierte der vierte Kandidat, der VW Golf. Die Windschutzscheibe verbog sich stärker als erwartet und engte den Schutzraum stark ein. Die Gurtstraffer auf den Vorderplätzen reagierten zu lasch, um die Passagiere im Sitz zu halten. Die Köpfe schlugen daher hart auf dem Asphalt auf. Auch einer der Passagiere im Fond streifte mit dem Kopf die Fahrbahn. Das Fazit der Tester: „Bei der Stabilität der Säulen, des Frontrahmens und der Auslöse-Sensorik der Gurtstraffer gibt es noch Verbesserungspotenzial“, sagt ADAC-Sprecherin Katrin Müllenbach-Schlimme. Einen Filmbericht zu den Überschlagtests hat der Autoclub ins Netz gestellt (http://www.adac.de/tv).

Grundsätzlich empfiehlt der ADAC Cabriofahrern, zur Erhöhung der Sicherheit die Sitzposition möglichst tief zu wählen, weil sich die Sicherheitsreserve bei einem Überschlag erhöht. Die Personengröße sollte nie über den Kopfschutz hinausragen. Auf allen Plätzen im Cabrio sollten Gurtstraffer verbaut sein.


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