Generation 65plus: Sicher mit dem Auto unterwegs

Von: amv
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Ist ein Autofahrer als Rentner noch fit genug? In der Regel schon, meinen Experten. Aber: Vorsicht vor Selbst-Überschätzung. Der Herr auf dem Foto ist übrigens 89 Jahre alt.

Berlin. Bedingt durch die demografische Entwicklung wächst die Zahl älterer Autofahrer. „Dies hat schon heute Auswirkungen“, sagt Alina Schön vom Gesamtverband der Versicherer (GDV) in Berlin und „es wird erwartet, dass sich damit auch das Unfallgeschehen verändert.“

Zur eigenen sowie zur Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer sollte daher jeder Angehörige der Generation 65plus regelmäßig überprüfen, inwieweit er den hohen Anforderungen des Straßenverkehrs gerecht wird. „Lassen Sie sich einmal im Jahr von Ihrem Arzt durchchecken sowie Ihre Hör- und Sehfähigkeit überprüfen“, legt Alina Schön älteren Autofahrern ans Herz.

Empfehlenswert ist es zudem, sich von seinem Arzt oder Apotheker hinsichtlich der Fahrtüchtigkeit beraten zu lassen, wenn man Medikamente einnehmen muss. Legt man seine Autofahrten jenseits der üblichen Spitzenzeiten und bei Tageslicht, mindert man Stress unterwegs. „Beim Kauf eines neuen Fahrzeugs sollte man Wert auf mehr Komfort, beispielsweise auf höhere Sitze, und auf verkehrstechnische Hilfsmittel wie Einparkhilfe, Fahrassistent und Navigationsgerät legen“, rät die GDV-Fachfrau und empfiehlt darüber hinaus, das theoretische und praktische Fahrkönnen in entsprechenden Kursen aufzufrischen.

Laut Unterlagen des Statistischen Bundesamtes verlieren ältere Verkehrsteilnehmer in komplexen Situationen schneller den Überblick über das Verkehrsgeschehen als Jüngere. Am häufigsten verursachen Menschen ab 65 Jahren Unfälle durch „Vorfahrtsfehler“. Fast jeder fünfte Unfall (18,5 Prozent) fiel in 2011 in diese Kategorie. Am zweithäufigsten (17,2 Prozent) entstanden Unfälle durch Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren oder beim Anfahren. Dagegen sind Abstandsfehler (acht Prozent), „Falsches Verhalten gegenüber Fußgängern“ (5,8 Prozent), „nicht angepasste Geschwindigkeit“ (4,9 Prozent), „falsche Straßenbenutzung“ (3,3 Prozent) oder „Fehler beim Überholen“ (2,5 Prozent) deutlich seltener die Unfallursache.

Vorbildlich verhalten sich ältere Menschen beim Thema Alkohol. Nur 0,9 aller Unfälle bei Senioren werden durch Fahren unter Alkoholeinfluss verursacht. „Die Unfallursachen deuten somit eher auf altersbedingte Einschränkungen der Wahrnehmungsfähigkeit als auf leichtsinniges Verhalten hin“, fasst die GDV-Expertin zusammen.

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