Gefährliches Herbstlaub: Runter vom Gas

Von: nom/amv
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Herbst, Laub,
Wenn der Bremsweg trotz aller Vorsicht auf der laubbedeckten Straße einmal nicht mehr ausreicht, muss man schnell reagieren und nach Ausweichmöglichkeiten suchen. Foto: Bodo Marks/dpa

München. Die Blätter fallen, und verbunden mit Regen kann es jetzt zu gefährlichen Straßenverhältnissen kommen. Da heißt es: Runter vom Gas und Abstand halten. „Nicht nur Laub auf der Straße, sondern ebenso Ackererde, Reifenabrieb oder Ölrückstände in Verbindung mit Feuchtigkeit können zu Schlitterpartien führen können“, warnt Thomas Achelis vom Autoclub KS in München.

Er rät weiterhin: „Autofahrer sollten gerade jetzt besonders vorsichtig fahren und daran denken, dass der Bremsweg sehr viel länger werden kann als sonst.“

Und noch ein Tipp des KS: Wenn der Bremsweg trotz aller Vorsicht einmal nicht mehr ausreicht, muss man schnell reagieren und nach Ausweichmöglichkeiten suchen. „Wenn die Möglichkeit dazu besteht, ist es oft weniger gefährlich, mit 80 Kilometer pro Stunde (km/h) in den nebenliegenden Acker zu fahren als mit 30 km/h auf den Vordermann aufzuprallen.“

Wer sich entscheidet, die Straße zu verlassen, sollte allerdings drei Grundregeln beachten: Kupplung durchtreten, Räder geradestellen und nicht bremsen. So vermeidet man in aller Regel einen Überschlag.

Eine andere saisonale Gefahr ist Nebel. Mit ihm ist besonders in Talsenken zu rechnen sowie auf Straßen in der Nähe von Bächen und Flüssen. TÜV Süd-Experte Eberhard Lang: „Bei schwindender Sicht zunächst Abstand zu den anderen Verkehrsteilnehmern gewinnen, die Geschwindigkeit maßvoll drosseln, Scheibenwischer einschalten und Nebelscheinwerfer und gegebenenfalls die Nebelschlussleuchte einschalten.

Keinesfalls unbegründet schlagartig bremsen, das gefährdet immer den rückwärtigen Verkehr.“ Bei Nebel, Schneefall oder Regen muss grundsätzlich das Abblendlicht eingeschaltet werden, erinnert Lang, ansonsten drohen Bußgeld und Punkte. Tagfahrlicht reicht in diesen Fällen als Beleuchtung nicht aus, besonders weil die Heckleuchten dabei nicht eingeschaltet sind.

Nebelschlussleuchten dürfen nur bei Sichtweiten unter 50 Metern und anders als die Nebelscheinwerfer nur bei Nebel eingeschaltet werden, weil sie bis zu 30-mal heller leuchten als die Rückleuchten und bei besseren Sichtverhältnissen die Nachfahrenden blenden. Zudem ist das Tempo auf 50 Stundenkilometer begrenzt.

„Zur Orientierung dienen die Leitpfosten, die hierzulande in der Regel einen Abstand von 50 Metern haben“, erläutert Lang und fügt hinzu: „Unbedingt die Nebelschlussleuchten wieder ausschalten, wenn die Sicht über 50 Metern liegt.“
Fernlicht ist übrigens bei Nebel in den meisten Fällen kontraproduktiv, weil die Wassertröpfchen in der Luft das Licht reflektieren und die Suppe damit noch undurchsichtiger wird.

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