Gebrauchtwagen verkaufen: Auf die Vorbereitung kommt es an

Von: vo
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Lackpflege steigert den Verkaufspreis des Gebrauchten. Foto: melodiustenor (CC0-Lizenz) / pixabay.com
Zwiebel
Einfache Hausmittel machen bei der Pflege des Innenraums eine gute Figur. Foto: Couleur (CC0-Lizenz) / pixabay.com

Berlin. Der Gebrauchtwagenmarkt in Deutschland ist nach wie vor ein besonders beliebtes Feld. Laut einer Umfrage planten im Jahr 2015 ganze 5,27 Millionen Menschen den Kauf eines Gebrauchtwagen.

Im Vergleich dazu waren es lediglich 2,14 Millionen Menschen, die den Kauf eines Neuwagens planten. In 2014 gestalteten sich die Werte ähnlich. Hier wollten 2,53 Millionen Menschen einen Neuwagen und 5,37 Millionen einen Gebrauchtwagen kaufen. Für den eigenen PKW finden Verkäufer daher in der Regel schnell einen geeigneten Käufer.

Die Trennung vom eigenen PKW fällt jedoch nicht immer leicht. Schließlich verbinden viele Menschen heute mehr als nur die Zweckerfüllung mit ihrem Auto. Muss der Gebrauchte dennoch einem neueren Modell weichen, so sollten sich Verkäufer unbedingt mit dem Wert des Fahrzeugs beschäftigen.

Bevor Gebrauchtwagenbesitzer ein Inserat schalten, oder einen Ankäufer kontaktieren, sind einige Vorbereitungen zu treffen. Der Verzicht auf vorbereitende Maßnahmen kann den Verkauf erschweren und sogar für einen geringeren Kaufpreis sorgen. Es lohnt sich also, schon einige Wochen vor dem Verkauf alles Wichtige zu erledigen.

Lackpflege vor dem Gutachten

Dass ein Gebrauchtwagen bereits längere Zeit genutzt wurde, sieht man dem Fahrzeug in aller Regel an. Sonnencreme hinterlässt blinde Flecken auf dem Lack und kleine Kratzer oder Dellen beeinträchtigen das Gesamtbild. Da die Optik eines Gebrauchtwagens jedoch ein ausschlaggebendes Kriterium für den Verkaufspreis ist, sollten Verkäufer vor Gesprächen mit Interessenten für eine äußerliche Aufwertung sorgen.

Größere Dellen und Kratzer lassen sich in Eigenregie nur schlecht entfernen. Hier lohnt es sich, einen Fachmann zu Rate zu ziehen und einen Kostenvoranschlag für die Beseitigung der Schönheitsmakel einzuholen. Werkstätten, die auf die Reparatur kleiner Lackschäden und Beulen spezialisiert sind, offerieren häufig Komplettangebote, die weitaus günstiger sind als vermutet.

Selbstverständlich jedoch sollten die Kosten für die Reparatur in einem angemessenen Rahmen liegen. Steigert sich der Wert des Fahrzeugs durch eine Verschönerung kaum, so lohnt sich der Gang zum Spezialisten eher weniger. Bei recht wertigen Gebrauchtwagen kann eine ausgebesserte Delle jedoch für mehrere Hundert Euro Wertsteigerung sorgen.

Auch eine professionelle Reinigung des Lacks ist eine gute Vorbereitung für den Verkauf. Gebrauchtwagenbesitzer, die es sich zutrauen, können mit Lackreiniger und Politur selbst Hand anlegen. Dieser Schritt bringt sogar alten Wagen wieder ihren ursprünglichen Glanz zurück und Käufer zahlen automatisch mehr für das Fahrzeug. Bequemer wird die Reinigung des Lacks, wenn ein Fachmann diese Arbeit übernimmt. Professionelle Aufbereitungsunternehmen kümmern sich dann nicht nur um das Äußere des Wagens, sondern verschönern auch den Innenraum.

Erst nach der Pflege des Lacks und gegebenenfalls auch nach einer Aufbereitung des Innenraums lohnt sich ein Wertgutachten. Dieses führen offizielle Stellen wie beispielsweise der ADAC oder auch eine bekannte Werkstatt durch. Für Verkäufer lohnt sich das unabhängige Gutachten, da es im Vergleich zu Autobörsen und Online-Rechnern ein genaueres Ergebnis bringt.

Der Innenraum als wertsteigerndes Detail

Neuwagengeruch fordern nur die wenigsten Gebrauchtwagenkäufer von einem älteren Fahrzeug. Es ist jedoch sinnvoll, das Auto gründlich zu reinigen, sodass unangenehme Gerüche verschwinden. Wie bereits erwähnt, kümmern sich auch Aufbereitungsunternehmen um die Geruchsbeseitigung und Reinigung im Innenraum. Wer jedoch in diesem Bereich selbst Hand anlegen möchte, braucht nicht zwingend teure Reinigungsmittel.

So lässt sich der Innenraum mit zahlreichen Hausmitteln auf Vordermann bringen. Babyöl, Rasierschaum und auch Kaffee können gegen allerlei Verunreinigungen im Fahrzeug helfen. In ihrer Effektivität stehen die Hausmittel professionellen Reinigungsmitteln häufig in nichts nach. Auch gegen Schlieren auf den Fenstern hilft ein einfaches Mittel, das Jedermann in der hauseigenen Küche findet: die Zwiebel .

Strahlt der Innenraum wieder und zeigt sich auch der Lack von seiner besten Seite, so stehen die Chancen auf einen höheren Verkaufspreis gut. Entscheidend ist hier natürlich auch die Wahl des Verkaufsweges. Verkäufer, die ihren PKW selbst inserieren und verkaufen möchten, müssen mit einem deutlichen Mehraufwand rechnen, als ein Verkauf bei einem professionellen Ankäufer mit sich bringt. Wer sein Auto verkaufen möchte, sollte sich im Vorhinein also bereits Gedanken über seine Möglichkeiten und Wünsche machen.

Unterlagen und Nachweise bereithalten

Für den Verkauf relevant sind außerdem alle wichtigen Unterlagen. Zu den wichtigsten Nachweisen zählen hier:

- der letzte TÜV Bericht

- der Fahrzeugschein

- der Fahrzeugbrief

- Reparaturnachweise, falls es größere Unfallschäden gegeben hat

- mögliche Zusatzbescheinigungen für Nachbauten am PKW

All diese Dokumente liegen im besten Fall schon einige Tage vor dem Verkaufsgespräch bereit. Wer noch eine Finanzierung bei einer Bank abbezahlt und den Brief dort hinterlegen musste, sollte der Bank die Verkaufsabsichten mitteilen und gegebenenfalls Anweisungen beachten. Dann kann es sein, dass die Bank den Fahrzeugbrief erst nach der Ablösung der Finanzierungssumme herausgibt. Für den Käufer ist dies ein wichtiges Detail, da er möglicherweise etwas länger warten muss, bis er den PKW anmelden kann.

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