München - Frühjahrsputz: Sonne macht Schmutz auf Lack besonders gut sichtbar

Frühjahrsputz: Sonne macht Schmutz auf Lack besonders gut sichtbar

Von: amv
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Autoputzen
Nach einem schnee- und salzreichen Winter ist ein gründlicher Frühlingsputz beim Auto besonders wichtig. Foto: dpa

München. Die Eiskratzer- und Schneebesensaison neigt sich ihrem Ende. Für das Wochenende werden Temperaturen bis 20 Grad prognostiziert. Die Sonnenstrahlen machen nun Schmutz auf Lack und Scheiben besonders gut sichtbar.

„Also höchste Zeit, sein Auto frühlingsfit zu machen“, ermuntert Eberhard Lang von TÜV Süd in München: „Nach einem schnee- und salzreichen Winter ist ein gründlicher Frühlingsputz beim Auto besonders wichtig, um den Glanz des Lacks zu erhalten und Rostschäden zu verhindern.“

Auch kleinere Schäden werden so am besten sichtbar und können behandelt werden. Die erste große Wäsche nach dem Winter sollte aus mehreren Gründen in einer Waschstraße stattfinden. „Der wichtigste Vorteil von Waschstraßen ist ihr geschlossener Wasserkreislauf. So wird die Umwelt nicht durch Putzmittel belastet“, betont Lang.

Außerdem könne man bei der Handwäsche vor der Haustür den Lack beschädigen, da sich in Schwämmen und Bürsten oft kleine Steinchen festsetzten. Des Weiteren rät der TÜV Süd-Fachmann dringend zu einer fachmännischen Unterbodenwäsche, weil sich Rost inmitten von Salzresten und Schmutz besonders „wohlfühlt“.

Auch der Motorraum kann unter der winterlichen Witterung gelitten haben. Allerdings sollte man die Motorwäsche besser einem Fachmann anvertrauen. „Wer selbst mit dem Hochdruckreiniger im Motorraum herumhantiert, riskiert Schäden an der Fahrzeugelektronik“, warnt Lang. Nach der Wäsche wird es Zeit, das Fahrzeug auf Lack- und Glasschäden zu untersuchen.

„Wird man fündig, ist in beiden Fällen eine rasche Ausbesserung wichtig. Sonst muss man mit teuren Folgeschäden rechnen“, schildert Lang seine Erfahrungen. Bei kleineren Lack-Blessuren, etwa Steinschlagschäden helfen Betriebe, die auf die sogenannte Smart-Repair-Technik spezialisiert sind. Durchaus in Eigenregie kann man die Innenreinigung seines Fahrzeugs vornehmen.

Bevor man zur Tat schreitet, sollten einige Utensilien griffbereit in Stellung gebracht werden. „Staubsauger, Glasreiniger, Polsterschaum, eventuell Lederpflegeschaum, Kunststoffpflegemittel, Fleckenwasser, ein Schwamm, Bürsten, Zahnbürste für kleine Ecken und Winkel sowie ein Microfasertuch“, empfiehlt der TÜV Süd-Fachmann.

Staubsauger an Waschanlagen haben oftmals die bessere Saugkraft, Hausgeräte indes verschiedene Düsen, gibt er zu bedenken und legt zwei Profitipps zur Putzaktion nach. Wer Tierhaaren mit Wasser zu Leibe rückt, erreicht lediglich, dass die Haare ins Polster einziehen. Hier helfen erfahrungsgemäß nur Flusenbürsten, ein starker Staubsauger und eine Bürste.

Den berüchtigten Kaugummi auf Polstern oder dem Teppich bekämpft man zunächst mit einem Kältespray, bevor man ihn vorsichtig aus den Fasern bricht. Haben Polsterungen oder Sitzbezüge etwas abbekommen, rät Lang „zu einem Blick in die Bedienungsanleitung“.

Je nach Material, etwa Stoff oder Leder, stehen verschiedene Produkte für die Reinigung zur Wahl. Um Kunststoffteile auf Hochglanz zu polieren oder matte Oberflächen aufzufrischen, bietet der Handel unzählige Hilfsmittelchen zum Kauf an. Für welches man sich entscheidet, ist nicht allein eine Frage des Geschmacks und des Preises.

„Es empfiehlt sich, zu Markenprodukten zu greifen“, meint Lang. „Auf Glanzsprays sollte man besser verzichten, denn die machen Flächen rutschig. Am Lenkrad oder an den Pedalen kann das sogar fatale Folgen haben“, gibt er zu bedenken. Bei der Pflege der Instrumententafel und den Oberflächen der Airbagmodule dürfe man keine lösungsmittelhaltigen Reiniger verwenden, weil sie das Material und die Sollbruchstellen des Airbags angreifen, porös machen und irreparabel beschädigen können.

Und: „Grundsätzlich gilt, Haushaltsreiniger oder Geschirrspülmittel sind bei der Fahrzeuginnenreinigung tabu.“ Wichtig: Bei der Reinigung des Innenraums den Kofferraum nicht vergessen. „Gerade hier und insbesondere in der Reserveradmulde sammeln sich schnell Schmutz und oft auch Feuchtigkeit“, erinnert der TÜV Süd-Fachmann.

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