Köln - Ford Mondeo Hybrid: Fahrbereit bei Grün

Ford Mondeo Hybrid: Fahrbereit bei Grün

Von: amv
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ford mondeo
Die neue Baureihe in drei Ausstattungsversionen (Trend, Titanium, Hybrid) weist einige Unterschiede in den verschiedenen Varianten auf. Foto: obs/Ford-Werke GmbH

Köln. Liebhaber klassischer Limousinen mit Stufenheck haben beim Ford Mondeo nur eine einzige Wahl bei Motorisierung sowie Ausstattung: den Hybrid und zwar in der Topversion Titanium. Das ist allerdings nicht das einzige, was den Teilzeitstromer von seinen Fließheck- oder Kombigeschwistern unterscheidet.

Doch zunächst zu den Gemeinsamkeiten. Markante Linien lassen den 4,86 Meter langen Viertürer mit einem 2,0 Liter Benzin- und einem Elektromotor, CVT-Getriebe samt Start-Stopp-System dynamisch gestreckt und durchaus elegant auf der Straße stehen. Auffällige Sicken auf der Motorhaube sowie schmale, langgezogene Scheinwerfer unterstreichen diesen Eindruck. Ob man allerdings den sehr breiten und aufgrund der dreidimensionalen Gestaltung unruhig wirkenden Kühlergrill mag, bleibt Geschmackssache.

Tadellos, gleichermaßen gediegen wie edel, wirkt der Innenraum. Die Platzverhältnisse sind rundum bestens, die beheizbaren Sportsitze vorne bequem. Dank der elektrisch verstellbaren Lenksäule (250 Euro) findet man schnell eine ergonomisch gute Position - nur eine Höhenverstellung der Armauflage auf der Mittelkonsole fehlt. Unterhalb des Infotainmentsystems bieten Ablagefächer Platz für Kleinkram oder das Mobiltelefon.

Anders als ehedem sorgt inzwischen eine überschaubare Anzahl von Tasten und Schaltern schnell für einen guten Überblick über alle Funktionen. Im Allgemeinen genügt ein Druck auf die Taste der Ford Sync 2-Sprachbedienung am Lenkrad und die freundliche Stimme übernimmt alle Aufgaben. Eine Alternative ist die Eingabe über den Touchscreen mit 20,5 Zentimeter Bildschirmdiagonale. Etwas größere Bedienfelder aber wären wünschenswert. Es würde die Nutzung während der Fahrt sicherer gestalten.

Ein erster Unterschied zu den reinen Verbrennern zeigt sich beim Blick auf die Instrumententafel: anstelle des Drehzahlmessers informiert der so genannte „Energieverteiler“ über den Anteil der genutzten Antriebsart und über den Ladezustand der Batterie. Mit dem Druck auf die Start-Stopp-Taste leuchtet zudem ein grünes Autosymbol mit den Worten „fahrbereit“ auf. Das ist gut so, denn rein akustisch ist nicht wahrzunehmen, ob der Mondeo fahrbereit ist oder nicht.

Lautlos nimmt der Wagen Tempo auf. Dabei sorgt der Elektromotor vom ersten Meter an für mächtige Durchzugskraft. Laut Ford ist in 9,2 Sekunden aus dem Stand die Tempo-100-Marke erreicht - dann aber mit Unterstützung des Benziners. Rein elektrisch kann die Limousine bis 135 Kilometer pro Stunde (km/h) angetrieben werden. Die Kraft dafür spendet die im Kofferraum verborgene Batterie (reduziert das Ladevolumen um 25 Liter). Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 187 km/h erreicht - bei 200 endet auch die Anzeige.

So weit, so gut. Allerdings hat die Sache einen Haken. Sobald man die Leistung des Systems abfordert, heult das Aggregat bei jeder Beschleunigung laut auf. Ein unangenehmes Geräusch, das selbst dann noch nachhallt, wenn man den Fuß wieder vom Gaspedal nimmt. Dass man auch deshalb automatisch den Gasfuß weniger heftig einsetzt als üblich, sorgt mit dafür, dass der Praxisverbrauch nur knapp zwei Liter über dem Wert des Normzyklus von 4,2 Litern liegt. Zudem arbeiten Klimaanlage sowie  Kühl- und Vakuumsysteme auf elektrischer Basis. Rollwiderstandsarme Reifen reduzieren ebenso den Spritbedarf wie die stufenlose Automatik (CVT). Sie wählt je nach Hybrid-Modus die passende Übersetzung. Im „L-Modus“ wird beispielsweise bei Bergfahrten besonders viel Energie rekuperiert und damit die 14-KW-Lithium-Ionen-Batterie wieder aufgefüllt. 

Das Fahrwerk ist komfortabel, aber nicht zu weich abgestimmt. Selbst schnell gefahrene Kurvenstrecken stellen für den Mondeo keinerlei Problem dar. Die direkte Abstimmung der elektronischen Lenkung trägt dazu nicht unerheblich bei.

Zur umfassenden Ausstattung der Titanium-Version gehören zahlreiche Assistenzsysteme, etwa Fahrspur-Assistent inklusive Fahrspurhalte-Assistent und Müdigkeitswarner, eine Geschwindigkeitsregelanlage oder Verkehrsschild-Erkennung. Mehr Sicherheit oder Komfort kosten Aufpreise. Der Tote-Winkel-Assistent etwa schlägt mit 500 Euro zu Buche. Für mehr Sicht sorgt das Design-Paket (1350 Euro) mit adaptiv mitlenkenden LED-Scheinwerfern, automatischer Leuchtweitenregelung und Tagfahrlicht. Für 40.155 Euro (Grundpreis 34.950 Euro) bleiben dann kaum mehr Wünsche offen im Mondeo.

Der zeigt sich seinerseits beim Abstellen oft noch von einer ganz charmanten Seite. Mit einer Vielzahl von grünen Blättern im Display und einem „Danke, dass Sie Hybrid fahren.“ belohnt er den Mensch am Steuer für eine besonders effiziente Fahrweise. Auch da macht der Hybrid den Unterschied

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