Köln - Ford Focus ST: Ein familienfreundlicher Kracher

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Ford Focus ST: Ein familienfreundlicher Kracher

Von: amv
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Auto Ford
Der Ford Focus ST ist ein familienfreundlicher Kracher. Foto: Ford/dpa

Köln. Öltemperatur, Öldruck und Druck des Turboladers - spätestens bei einem Blick auf die mittig angebrachten Anzeigen auf der Instrumententafel wird klar: dieser Ford Focus Turnier will mehr als nur Spielen. Kein Wunder, schließlich handelt es sich um die 250-PS-starke ST-Version.

Derart motorisiert wird selbst ein familientauglicher Kombi zum Kracher. Schon äußerlich zeigt sich, dass dieser Focus zur sportlichen Fraktion gehört. Das Fahrwerk liegt zehn Millimeter tiefer. 19-Zöller mit 235/40er-Reifen (Performance-Paket/1.350 Euro) sind alles andere als Durchschnitt.

Die rot lackierten Bremssättel in dieser Fahrzeugklasse schon gar nicht. Heckspoiler, kraftvoll gestaltete Schweller sowie ein mittig unterm Heck platzierter Zweirohr-Auspuff weisen endgültig auf das Leistungsvermögen des Kompakten hin. Unter der Haube befindet sich mit dem kraftvollen Zweiliter-Eco-Boost-Aggregat das passende Triebwerk.

Kombiniert mit einem knackig zu schaltenden Sechsgang-Schaltgetriebe setzt es die Kraft schon bei leisem Druck auf das Gaspedal in beeindruckenden Vortrieb um. Das maximale Drehmoment von 360 Newtonmetern liegt bei 2.000 Touren an und bleibt dort bis 4.500 Umdrehungen. Entsprechend spurtet der ST praktisch aus jedem Drehzahlbereich voran, dass es eine wahre Freude ist - und so manchen Golf GTI-Fahrer auf der Autobahn überrascht.

Mit 6,7 Sekunden gibt Ford den Sprintwert aus dem Stand auf Tempo 100 an. In der Spitze sind 250 Kilometer pro Stunde (km/h) möglich. Jeder Beschleunigungsvorgang wird vom kernig-sonoren Röhren des Motors untermalt. Ansonsten bleibt der Vierzylinder aber relativ zurückhaltend mit seinen Arbeitsgeräuschen.

Bis etwa Tempo 140 können Telefonate noch ganz gut über die Freisprecheinrichtung des Ford-Sync-Systems (2.000 Euro) geführt werden. Nur wenn man sich häufiger in diesen Geschwindigkeitsbereichen bewegt, gibt es eine Chance, wenigstens annähernd in den Bereich des von Ford genannten Norm-Verbrauchs (6,8 Liter) zu kommen.

Tritt man das Gaspedal häufiger tief in Richtung Bodenblech, dann schnellt der Momentan-Verbrauch gerne auf 21 Liter und mehr nach oben. Nach einem Mix aus Stadtverkehr und Überlandfahrten zeigt der Bordcomputer 8,5 Liter als Durchschnittsmarke an. In dem Mix enthalten ist auch so manche spaßbringende Hatz über kurvenreiche Landstraßen.

Ein Terrain auf dem sich der 4,30 Meter lange Kombi richtig wohl fühlt. Ohne jegliche Wankbewegung zieht er wie auf den sprichwörtlichen Schienen um die Ecken. Die präzise Lenkung überzeugt dabei ebenso wie das sportlich-straff abgestimmte Sport-Fahrwerk. Für geplagte Bandscheiben hält es aber dennoch ausreichend Komfort vor.

Ein dreistufig schaltbares und eigens auf die Dynamik des ST abgestimmtes ESP trägt zudem dazu bei, dass der Fronttriebler jederzeit sicher und beherrschbar bleibt. Ergonomisch tadellose und elektrisch einstellbare Sitze mit bestem Seitenhalt stabilisieren nicht nur Fahrer und Beifahrer, sie schaffen gemeinsam mit Sportpedalerie, Lederlenkrad und allerlei chromfarbenen Zierteilen eine kraftvoll-maskuline Atmosphäre an Bord.

Die Mittelarmlehne mit der verschiebbaren Armauflage macht es gemütlich. Zahlreiche Ablagefächer helfen, den alltäglichen Krimskrams wie Schlüssel und Smartphone sicher zu verstauen. Zudem kann der Fokus ST auch Familie. So haben die Mitreisenden in der zweiten Reihe viel Platz für Knie und Ellbogen und ebenfalls die Kopffreiheit ist einwandfrei.

Mit wenigen Handgriffen lassen sich die Lehnen der Rücksitzbank umklappen. Damit vergrößert sich das eh schon üppige Ladevolumen von 476 auf 1.516 Liter. Die Ladekante ist angenehm niedrig und die Heckklappe schwingt weit nach oben auf.

Also alles bestens für das Verladen des Reisegepäcks. Die Anschaffung des rasanten Reisewagens fällt mit mindestens 33.000 Euro ins Gewicht. Dann sind Extras wie Audioanlage, Ambientebeleuchtung, Alarmanlage, LED-Lichter, Klimaanlage und Lederpolster bereits im Preis enthalten.

Das so genannte Technologie-Paket (1.000 Euro) beinhaltet elektronische Helfer wie den Spurhalteassistenten inklusive Lichtsensor und Müdigkeitserkennung, einen vorausschauenden Bremsassistenten in der Stadt oder den in den Außenspiegel Tot-Winkel-Assistenten. Extras wie die Rückfahrkamera, Tempomat oder den schlüssellosen Zugang führen zu einem Testwagenpreis von insgesamt 39.420 Euro. Der Fokus ist also auch an dieser Stelle ein ziemlicher Kracher.

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