Flotter Dreier: Fords 1,0-Liter-Benziner debütiert im Focus

Von: Markus Henrichs
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Köln. Aller guten Dinge sind drei: Nach dieser Devise verfahren immer mehr Autohersteller und bieten Dreizylindermotoren an. Der Verzicht auf den vierten Brennraum soll helfen, die Benzinrechnung zu reduzieren.

Nach Kia, Nissan und VW offeriert jetzt auch Ford solch eine Spritspar-Maschine. Sein Debüt gibt der 1,0-Liter-Turbobenziner allerdings nicht in einem Kleinwagen, sondern im Kompaktklässler Focus.

Wahlweise mit 100 oder 125 PS verrichtet er dort solide Arbeit. Dreizylindertypisches Schnarren? Fehlanzeige. Überraschend leise und im Fahrbetrieb ausreichend flott geht die stärkere der beiden Motorvarianten zu Werke. Das maximale Drehmoment von 170 Newtonmetern (Nm) steht ab einer Drehzahl von 1.500 Umdrehungen pro Minute (U/min) zur Verfügung. Von 0 auf 100 Kilometer pro Stunde (km/h) beschleunigt der Fünftürer in 11,3 Sekunden (Werksangaben), ohne dabei angestrengt oder schwachbrüstig zu wirken. Auch beim Mitschwimmen im Stadtverkehr im fünften Gang kommt der elastische Motor nicht ins Ruckeln. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 193 km/h.

Der Focus-Einsatz ist erst der Anfang

Fords Sparmotor kostet 200 Euro mehr als der konventionelle 1,6-Vierzylinder, der bei gleicher Leistung aber laut Norm mehr Sprit verbraucht. Den DIN-Verbrauch des dreizylindrigen Focus beziffert der Hersteller je nach Karosserievariante und Motorisierung mit 4,8 bis 5,1 Litern Super auf 100 Kilometern. Das dürfte im Alltag erfahrungsgemäß Wunschdenken bleiben, selbst wenn man die Schaltempfehlungen in Form von grünen Pfeilen im Fahrzeugdisplay brav beherzigt. Bei ersten Fahreindrücken fiel die Verbrauchsanzeige selten unter 7,0 Liter auf 100 Kilometern. Der Einstiegspreis für die 125-PS-Variante liegt bei 20.700 Euro für den Fünftürer und bei 21.500 Euro für den bei Ford „Turnier” genannten Kombi.

Für den neuen Dreizylinder ist der Focus-Einsatz erst der Anfang: Künftig soll der Mini-Motor neben dem C-Max auch den neuen City-Van B-Max antreiben, der voraussichtlich im September zu den Händlern kommt. Der Einsatz in weiteren, auch größeren Modellen sei „gut vorstellbar”, sagt Thomas Zenner, der für die Entwicklung des Dreizylinders verantwortlich war. Wegen seiner kompakten Bauart eigne sich das Triebwerk im Verbund mit Elektromotoren auch für Hybridantriebe.
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