Losheim am See - Falscher Reifendruck: Schlechte Straßenlage und höhere Spritkosten

Falscher Reifendruck: Schlechte Straßenlage und höhere Spritkosten

Von: amv
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Autoreifen
Zu wenig Reifendruck verringert die Lebensdauer der Reifen. Es ist ratsam, den Reifendruck in der Übergangszeit zwischen den Jahreszeiten wöchentlich zu kontrollieren. Foto: Symbolbild: dpa

Losheim am See. Der Reifendruck ist bei den wohl meisten Autofahrern eher ein Stiefkind bei der Wartung ihres Fahrzeugs. Doch diese Nachlässigkeit geht zu Lasten der Sicherheit. Zudem steigt der Verbrauch, ebenso der CO2-Ausstoß und der Verschleiß - nicht nur der Reifen, sondern auch von Fahrwerkskomponenten.

Darauf macht der TÜV Süd in München aufmerksam. Der Mehrverbrauch durch zu wenig Reifendruck liegt laut dem Verband der Automobilindustrie (VDA) bei bis zu zehn Prozent. Erfahrungsgemäß sind bis zu 30 Prozent der Fahrzeuge mit zu geringem Fülldruck unterwegs. Die Experten von TÜV Süd empfehlen, den Reifendruck eines PKWs mindestens monatlich zu kontrollieren.

In der Übergangszeit zwischen den Jahreszeiten sei sogar die wöchentliche Kontrolle ratsam. „Vor allem in Jahreszeiten mit starken Temperaturschwankungen wie im Winter droht Druckverlust durch kalte Umgebungsbedingungen. Häufiger messen bedeutet da ein echtes Sicherheitsplus“, sagt Michael Staude von TÜV Süd. In vielen Testkilometern stimmen die Fahrzeughersteller bei der Entwicklung ihre Autos ab, auch was den Fahrkomfort betrifft. Hierbei werden die optimalen Reifendrücke ermittelt. Diese werden, für jedes Modell passend, per Aufkleber etwa im Türholm, der Innenseite der Tankklappe oder in der Betriebsanleitung mitgeteilt. Das sind die Richtwerte für die Kontrolle des Reifendrucks.

Der Reifendruck sollte bei kaltem Reifen gemessen werden. Eine Erhöhung um bis etwa 0,3 bar schadet nicht. Zu hoch sollte der Luftdruck im Reifen aber nicht sein. Tests haben ergeben, dass ein um 20 Prozent erhöhter Reifendruck die Lebensdauer eines Reifens um zehn Prozent mindert, schildern Techniker der Sachverständigenorganisation KÜS in Losheim ihre Erfahrungen. Auf Dauer mehrfache Probleme bringen kann ein zu niedriger Reifendruck. Neben dem Mehrverbrauch nimmt auf Dauer die Lebensdauer der Reifen ab. Bei 40 Prozent zu wenig Luftdruck erreicht der Reifen nur etwa 60 Prozent seiner Lebensdauer, warnen die KÜS-Experten.

Viel wichtiger ist jedoch die Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit. Zu geringer Reifendruck kann beispielsweise die Spurtreue reduzieren. Die Fahrsicherheit in Kurven verschlechtert sich dadurch merklich.Ebenso verlängert sich der Bremsweg. Im schlimmsten Fall walkt der Reifen sehr stark, erhitzt sich und trägt Schäden davon. Diese Dinge geschehen in der Regel vom Fahrer unbemerkt und sind nicht auf den ersten Blick erkennbar. Reifenplatzer können eine mögliche Folge sein.

Als Geldmacherei kann man auch das Angebot bezeichnen, die Reifen kostenpflichtig mit einem speziellen Gas aufzufüllen. Dabei soll das Entweichen der Luft verlangsamt und die Lebensdauer der Reifen erhöht werden. Diese Behauptungen sind laut den KÜS-Erfahrungen „für normale Pkw-Reifen nicht nachvollziehbar und auch nicht belegbar.“ Seit November 2012 müssen alle Fahrzeughersteller ihre neu homologierten Fahrzeuge mit einem Reifenkontrollsystem ausstatten, ab November diesen Jahres gilt dies dann auch für alle Neuwagen. Beim Reifenkontrollsystem übernimmt die Technik weitestgehend mit verschieden funktionierenden Systemen die Kontrolle des Reifendrucks.

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