Rüsselsheim - Fahrbericht Opel Adam: Kleines Auto mit großem Auftritt

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Fahrbericht Opel Adam: Kleines Auto mit großem Auftritt

Von: amv
Letzte Aktualisierung:
Opel Adam
Trägt den Vornamen des Firmengründers: der Opel Adam, der zu Preisen ab 11.500 Euro angeboten wird. Foto: dpa

Rüsselsheim. Auf der Sympathieliste ganz weit oben - der Opel Adam löst in jeder Altersklasse positive Reaktionen aus. Teenies freuen sich über die freche, moderne Form. Mitvierziger sind von der auf den ersten Blick guten Verarbeitung und Qualitätsanmutung angetan. Senioren schätzen den Komfort beim Ein- und Aussteigen ebenso wie das handliche Fahrgefühl.

Mit dem Adam hat der derzeit nicht eben erfolgsverwöhnte Autobauer augenscheinlich einen Kleinwagen in seinem Angebot, der sich wirklich sehen lassen kann.

Trotz der Kürze von 3,70 Metern zeigt sich der Zweitürer im Straßenbild durchaus selbstbewusst-sportlich. Dafür sorgen die muskulösen Seitenschweller ebenso wie die breite Spur oder das markante Gesicht mit dem großem Kühlergrill und auffälligen Leuchteinheiten. Das auf Wunsch in einer Kontrastfarbe (schwarz, weiß oder braun) lackierte Dach (Aufpreis 320 Euro, Serie bei der Ausstattungsvariante Slam) gibt dem Kleinen das gewisse Etwas an Lifestyle und modischen Schick mit auf den Weg.

Schick ist auch der Innenraum, der über die weit zu öffnenden Türen und die niedrigen Schweller zumindest für die vorne Sitzenden leicht zu erreichen ist. Nach hinten ist es trotz Einstiegshilfe nicht ganz so leicht, da das Dach relativ stark abfällt. Doch einmal auf den bequemen und guten Halt gebenden Sitzen vorne und den in Sachen Oberschenkelauflage etwas kurz geratenen Polstern hinten Platz genommen, kann man sich über die frische und moderne Gestaltung des Passagierabteils erfreuen.

Die Instrumente sind übersichtlich. Alle Schalter und Hebel erklären sich in opel-typischer Manier nach kurzer Eingewöhnungszeit von selbst. Die verwendeten Materialien wirken hochwertig. Schön geformt ist der Armaturenträger. Zudem ist er auf der Beifahrerseite schmaler gestaltet. Das schafft ein Plus an Beinfreiheit, die auf den hinteren Plätzen natürlich etwas eingeschränkt ist. Doch auf kurzen Strecken können zwei Personen mit einer Größe von 1,80 Metern bei gleich groß gewachsenen Mitfahrern auf den vorderen Plätzen durchaus auf der Rückbank sitzen, ohne dass sich die Beine verknoten.

Der Kofferraum lässt sich dank der geteilt umklappbaren Rücksitzlehne mit einem Handgriff von 170 auf 663 Liter vergrößern. Allerdings bleibt dann eine störende Kante in der Ladefläche. Das allein wäre zu verschmerzen,wenn die Beladung des Adam nicht generell etwas mühsam wäre. Zum einen ist die Hecköffnung relativ schmal. Dazu kommt dann noch eine mit 81 Zentimetern extrem hohe Ladekante. Zudem geht es auf der anderen Seite wieder gut 30 Zentimeter in die Tiefe. Um Koffer und Kisten ein- oder auszuladen, muss diese Kante rückenstrapazierend überwunden werden. Hier hat Opel bei anderen Modellen eindeutig schon mehr Raffinesse bewiesen.

Hinsichtlich der Fahrleistungen hinterlässt das 1,2-Liter-Basisaggregat mit 70 PS einen guten Eindruck. Der Vierzylinder arbeitet ordentlich, hängt gut am Gas und ist ausreichend laufruhig. Schnellere Überholmanöver auf der Autobahn sind mit etwas mehr Drehzahl und einiger Schaltarbeit problemlos zu bewältigen. Das Fünfgang-Getriebe lässt sich präzise schalten und bietet passende Fahrstufen. Weniger sauber bleibt die Luft, wenn der Motor häufiger an seine Leistungsgrenzen gehen muss.

Dann klettert der Durchschnittsverbrauch schnell auf über sieben Liter. Beschränkt sich das Bewegungsterrain allein auf die Stadt, dann trägt unter anderem die Start-Stopp-Automatik zu einem Verbrauch von 6,2 Litern gegenübern dem Normverbrauch von fünf Litern bei. Wirklich wenig ist aber auch das für ein Fahrzeug dieser Klasse nicht.

Vor keinerlei Probleme stellt der Adam seinen Fahrer mit dem im Ausstattungsniveau Slam serienmäßigen Sportfahrwerk. Komfort und Sportlichkeit haben die Techniker bei ihrer Abstimmung in ein gutes Verhältnis zueinander gesetzt. Exakt und mit einer großen Portion Leichtigkeit lässt sich der Adam selbst bei flotter Fahrt steuern. In der Stadt bereitet der Kleine mit seinem guten Handling Freude. Ob die bleibt, wenn auf der Rechnung ein Preis von 14.645 Euro für einen Kleinwagen auftaucht, sei dahingestellt. In der Ausstattung „Slam “ sind dann unter anderem Audioanlage inklusive Freisprecheinrichtung fürs Telefon, Klimaautomatik, Tempomat, LED-Leuchten, Stoff-Leder-Sitze und Aluräder mit an Bord. Extras, die sicher bei allen Generationen gut ankommen und den Sympathiewert einmal mehr unterstreichen.

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