Köln - Fahrbericht: Ford Focus Turnier 1,6 TDCi

Fahrbericht: Ford Focus Turnier 1,6 TDCi

Von: dapd
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Köln. Wenn großes Ladevolumen und hohe Variabilität des Innenraums gefragt sind, dann ist dies die Stunde des klassischen Kombis.

Entsprechend ist es nur folgerichtig, dass Ford nach Einführung der dritten Generation seiner Focus-Limousine schnell eine Kombi-Variante folgen ließ. Immerhin soll der Turnier bis zu 55 Prozent aller Verkäufe des Kompaktwagens ausmachen.

Bei einem identischen Radstand von 2,65 Metern übertrifft der 4,56 Meter lange Turnier die fünftürige Fließheckversion um gut 20 Zentimeter in der Länge. Dieser Zuwachs kommt komplett dem Ladeabteil zugute. Die Verlängerung wirkt aber nicht angeklebt, sondern lässt den Focus Turnier mit markanter Front und einer deutlich ansteigenden, weit gestreckten Gürtellinie noch sportiver aussehen.

Der gelungene Eindruck, den das äußere Blechkleid vermittelt, findet sich im Innenraum wieder. Auffälligstes Merkmal ist die an ein Flugzeug-Cockpit erinnernde Armaturentafel inklusive der Mittelkonsole, die auf den Fahrer ausgerichtet ist. Die zahlreichen Schalter verwirren auf den ersten Blick. Doch nach einer kurzen Eingewöhnungsphase findet man sich zurecht. Das gilt auch für den Bordcomputer, dessen Menüs über Schaltwippen in den Lenkradspeichen abgerufen werden.

Vorn und hinten gibt es genügend Bewegungsfreiheit für fünf Insassen. Fahrer und Beifahrer nehmen auf komfortablen, ausreichend Seitenhalt bietenden Sitzen Platz und die recht hochwertigen Materialien sind passgenau verarbeitet. Bei der Armaturentafel fällt die berührungsfreundliche Softtouch-Oberfläche angenehm auf.

In puncto Kofferraumvolumen ist der Turnier dem Schwestermodell natürlich hoch überlegen. Mit fünf Sitzplätzen und geschlossener Gepäckraumabdeckung fasst er mit 490 Litern gut 50 Prozent mehr als die Limousine. Wird die asymmetrisch geteilte Rücksitzlehne zu einer durchgehenden ebenen Ladefläche umgeklappt, nimmt der Kombi sogar bis zu 1.516 Liter auf.

Das üppige Raumangebot kann durch die nur 60 Zentimeter hohe Ladekante sowie die große Ladeöffnung mühelos genutzt werden. Praktisch: Zwei Lampen leuchten bei Dunkelheit den Kofferraum gut und hell genug aus und die auf 1,91 Meter Höhe schwingende Klappe sollte in den meisten Fällen vor schmerzhaften Kopf-Blech-Karambolagen schützen.

Mit der Diesel-Einstiegsmotorisierung von 95 PS kann man zwar keine Rekorde auf dem Nürburgring erzielen, doch sind die Fahrleistungen absolut ausreichend. Auf Autobahnen lässt es sich im Verkehrsstrom locker mitschwimmen und für Überholmanöver steht genügend Durchzugsstärke zur Verfügung. In Verbindung mit der präzise arbeitenden Sechsgang-Schaltung und einer guten Straßenkontakt vermittelnden Lenkung ist der Focus Turnier spürbar sportiver zu bewegen, als man vermutet.

Das konterkariert zwar den Normverbrauch von 4,2 Liter auf 100 Kilometer. Doch der ist sowieso nur ein Papierwert, gut einen Liter mehr muss man für das gesteigerte Fahrvergnügen einkalkulieren. Die Sicherheits-Ausstattung ist komplett. Die serienmäßigen Komfort-Features sind umfangreich. Zahlreiche optionale Fahrer-Assistenz-Systeme wie Einpark-Assistent, Spurhalte-Assistent, Verkehrsschild-Erkennungssystem, Müdigkeitswarner und eine adaptive Geschwindigkeits-Regelanlage mit Auffahr-Warnsystem können allerdings den günstigen Einstiegspreis (20.150 Euro) erheblich in die Höhe treiben.
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