Fahrassistenz: Sensoren müssen sauber sein

Von: amv
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Fahrassistenzsysteme sind dafür entwickelt, dem Fahrer das Autofahren zu erleichtern. Bei verschmutzten Sensoren kann es zu Störungen kommen. Foto: Arno Burgi/ZB

München . Die besten Fahrassistenzsysteme versagen, wenn ihre Sensoren nicht ordnungsgemäß funktionieren können. Vor allem im Winter können Schmutz, Eis und Schnee Kameras und andere Sensoren stören oder gar ihre Funktion komplett verhindern. Darauf weist der TÜV Süd in München hin.

Wenn die Scheibenwischer vermeintlich ohne Grund von allein in Hektik verfallen, ist womöglich der Regensensor verdeckt oder verschmutzt. „Er sitzt im oberen Teil der Windschutzscheibe, vor dem Innenspiegel“, weiß Eberhard Lang von TÜV Süd: „Eis und größere Schneemengen müssen von Hand beseitigt werden. Schmutz kann der Scheibenwischer übernehmen, wenn er das Feld vor dem Sensor noch richtig bedient und nicht zu sehr verschlissen ist.“

Sehr auffällig ist eine Störung der Rückfahrkamera. Nach Fahrten durch Schmuddelwetter ist ihr Objektiv manchmal von einer Salz- oder Schmutzschicht bedeckt und das Bild wird sehr unscharf. Eine andere Ursache dafür kann aber Beschlag sein, der sich besonders gern bildet, wenn das Auto vom Warmen ins Kalte kommt. Typische Fälle sind die Ausfahrt aus einer Tiefgarage oder einem Tunnel. „In der Betriebsanleitung steht, wo die Kamera eingebaut ist“, erklärt der TÜV-Experte und rät zu vorsichtiger Reinigung, damit Objektiv oder Abschlussscheibe nicht zerkratzt werden. Beschlag verschwindet nach kurzer Zeit von allein.

Für eine ordnungsgemäße Funktion von Spurhalteassistenten und automatischen Bremsen muss die Kamera vor dem Innenspiegel eine gute Sicht auf die Straße haben. Hier gilt das Gleiche wie beim Regensensor, der übrigens oft auch seine Signale von der Kamera bekommt. Allerdings brauchen Fahrerassistenzsysteme ein viel genaueres Bild als die Scheibenwischer-Steuerung. „Eine häufige Ursache für Störungen ist ein ungeeigneter Zusatz zur Scheibenwaschanlage“, schildert Lang seine Erfahrungen und empfiehlt Markenprodukte mit Eignung für Fächerdüsen zu verwenden. Diese würden keine trüben Rückstände an den Rändern des Wischfelds hinterlassen.

Sehr viele Autos sind mit einer Einparkhilfe ausgerüstet. Diese Piepser arbeiten mit Ultraschall. Eine dickere Eis- oder Schneeschicht verfälscht die Abstandsmessung leicht. Glücklicherweise wird aus physikalischen Gründen ein zu kleiner Abstand gemeldet, so dass daraus keine Gefahr für Parkschäden erwächst. „Die Abweichung ist nicht groß. Sie kann in der Größenordnung von zehn Zentimetern liegen“, beruhigt Eberhard Lang.

Für die Tote-Winkel-Erkennung sind zwei Verfahren verbreitet. Während das mit Radarsensoren sich weniger von Schmutz stören lässt, sind die Lösungen mit Kameras ähnlichen Einflüssen ausgesetzt wie die an Heck und Frontscheibe. Einer Störungsmeldung im Cockpit oder dem Fehlen der Funktion begegnet der Autofahrer mit einer vorsichtigen Reinigung.

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