Fahranfänger verdoppeln Kosten für Kfz-Police

Von: amv
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Fahranfänger steigen üblicherweise mit der höchsten Schadenfreiheitsklasse „SF 0“ in die Kfz-Versicherung ein. Foto: dpa

Berlin. Besonders junge Fahranfänger müssen bei der Kfz-Versicherung tief in die Tasche greifen. Das trifft desgleichen Eltern, die ihre Kinder als Zweitfahrer angeben. Wie eine Auswertung des Vergleichsportals TopTarif in Berlin zeigt, verteuert sich die Versicherungsprämie im Schnitt auf mehr als das Doppelte, wenn junge Fahrer mitversichert sind.

Mit einfachen Maßnahmen lassen sich die Versicherungskosten jedoch reduzieren, beruhigt das Vergleichsportal.

Fahranfänger steigen üblicherweise mit der höchsten Schadenfreiheitsklasse „SF 0“ in die Kfz-Versicherung ein und zahlen bis zu 240 Prozent Beitragshöhe. Oft kommt dann noch ein Aufschlag wegen des erhöhten Unfallrisikos oben drauf. Günstiger als ein eigenes Auto ist es dann, wenn Eltern ihre Kinder als Zweitfahrer angeben.

Doch auch hier ist das Alter entscheidend: In einem Modellfall zahlt ein 54-jähriger Familienvater für seine Vollkasko 688 Euro im Jahr. Versichert der Vater sein 18-jähriges Kind als Mitfahrer, verteuert sich die Police auf mehr als das Doppelte: Der Beitrag steigt auf rund 1400 Euro.

Bei einem 23-jährigen Mitfahrer steigt die Prämie hingegen um nur 16 Prozent auf 796 Euro. „Mit jedem Lebensjahr der Kinder sinken die jährlichen Kosten des Kfz-Beitrages erheblich. Weil die Versicherer ganz unterschiedliche Zuschläge für das Fahreralter verlangen, ist allerdings kein Tarif durchgehend am günstigsten. Daher sollten vor allem junge Fahrer und Eltern von Fahranfängern ihre Kfz-Versicherung jährlich unter die Lupe nehmen“, rät TopTarif-Geschäftsführer Arnd Schröder.

Nicht nur das Alter zeigt Auswirkungen auf die Versicherungskosten. Jugendliche, die beispielsweise durch das „Begleitete Fahren ab 17 Jahren“ schon Fahrpraxis gesammelt haben, werden von Versicherern mit niedrigeren Beiträgen belohnt.

So zahlt der Familienvater für einen 18-jährigen Mitfahrer, der am Begleiteten Fahren teilgenommen hat, rund 1290 Euro für die Kfz-Versicherung. Im Vergleich zu einem Fahranfänger ohne dieses Zusatzjahr sind das 16 Prozent Ersparnis. Ebenso werden Fahrsicherheitstrainings von manchen Versicherungen bei der Prämienberechnung positiv berücksichtigt.

So können Fahranfänger die Versicherungskosten senken:

  1. Eigenes Auto als Zweitwagen der Eltern anmelden
  2. Familientarife in Anspruch nehmen
  3. Teilnahme am Begleiteten Fahren
  4. Sicherheitstraining absolvieren
  5. Schadenfreiheitsklassen von Motorrädern oder Rollern übernehmen
  6. Älteres Auto benötigt geringeren Versicherungsumfang als Neuwagen (Quelle: TopTarif)

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